Für dich0–3 Monate

Erstausstattung: Was du wirklich brauchst

Größe 50 oder 56, wie viele Bodys, welcher Schlafsack?

30 Min. Lesezeit

Die Checkliste aus dem Babymarkt ist lang, die in deinem Kopf noch länger. Dabei braucht ein Neugeborenes vor allem Wärme, Milch, einen sicheren Schlafplatz und dich. Hier findest du die Erstausstattung, die sich im Alltag bewährt: mit Mengen für Winter-, Sommer- und Übergangsbabys, ehrlich zu allem, was später nur im Keller steht, und ganz unten mit der ganzen Liste zum Abhaken. Ist dein Baby schon da, zeigt dir ein eigener Abschnitt, was jetzt kommt.

Auf einen Blick

Größen zum Start
56, dann 62
Bodys je Größe
5–7 Stück
Schlafsäcke
2 Stück
Windeln anfangs
8–12 am Tag

Weniger, aber das Richtige

Ein Neugeborenes braucht in den ersten Wochen wenig: schlafen, trinken, eine frische Windel, Nähe. Alles, was du kaufst, sollte einen dieser Momente leichter oder sicherer machen. Drei Fragen helfen dir vor jedem Kauf:

  1. Brauchen wir das in den ersten acht Wochen? Wenn nicht, kommt es auf die Liste für später, wie Hochstuhl, Spielzeug und Kleidung ab Größe 68.

  2. Hängt es davon ab, was unser Baby mag? Trage, Schnuller, Wippe oder Stillkissen sind Glückssache. Dann leihst du, kaufst gebraucht oder entscheidest nach der Geburt.

  3. Geht es um Sicherheit? Dann sparst du nicht am falschen Ende.

Beim zweiten Kind sichtest du zuerst Keller und Kisten; Matratze und Babyschale prüfst du wie weiter unten beschrieben. Habt ihr wenig Platz, denk daran: Dein Baby schläft im ersten Jahr ohnehin bei euch im Schlafzimmer, ein Kinderzimmer muss nicht fertig sein. Ein Beistellbett, ein Wickelplatz auf einer vorhandenen Kommode und eine Trage sparen viel Fläche.

Größe 50, 56 oder 62?

Kauf vor allem Größe 56 und eine zweite Runde in 62 – Größe 50 passt vielen Babys nur ein paar Tage. Die Zahl entspricht ungefähr der Körperlänge in Zentimetern, und die Größen steigen in Sechserschritten. Nach den Wachstumsdaten der WHO kommt ein durchschnittliches Baby mit knapp 50 Zentimetern zur Welt und ist eine Woche später schon gut einen Zentimeter länger. Für deinen Einkauf heißt das:

  • Größe 50: Zwei, drei Teile reichen, oder du nimmst gleich Kombigrößen wie 50/56.

  • Größe 56 und 62: Die Basis kaufst du zweimal. Denn 56 spannt oft schon nach sechs bis acht Wochen, mitten im Wochenbett, wenn dir nicht nach Einkaufen ist.

  • Größe 68 gehört noch nicht in die Erstausstattung, sie ist ein gutes Geschenk für später.

Lieber etwas zu groß als zu klein: Zu lange Ärmel krempelst du einfach um. Schätzt der letzte Ultraschall ein eher kleines Baby oder kommen Zwillinge, nimm vier, fünf Teile in 50; für Frühchen gibt es eigene, noch kleinere Größen. Wird ein großes Baby erwartet, lässt du 50 weg. Bist du unsicher, kaufst du erst nur 56 und besorgst 62 in den ersten Wochen, notfalls online. Die Marken schneiden übrigens sehr unterschiedlich: Halte geschenkte Teile lieber nebeneinander, statt nur aufs Etikett zu schauen.

Welche Größe wie lange?

Größe 50
erste Tage
Größe 56
bis Woche 6–8
Größe 62
bis Monat 3–4
Größe 68
bis Monat 6–8

Wie viele Bodys und Strampler?

Die Basis der Erstausstattung ist für jedes Baby gleich, egal in welchem Monat es kommt. Die Mengen gelten je Größe, also einmal für 56 und einmal für 62, wenn alle zwei, drei Tage die Waschmaschine läuft:

  • 5–7 Bodys, davon zwei, drei Wickelbodys für die ersten Wochen

  • 4–6 Strampler oder Hosen mit weichem, breitem Bund

  • 2–3 Oberteile, wenn du Hosen statt Strampler nimmst

  • 2–3 Schlafanzüge, gern mit Reißverschluss – oder nachts einfach Strampler

  • 1–2 Jäckchen aus Baumwolle oder Wolle

  • 2–4 Paar Socken für Strampler ohne Füße, im Schlafsack meist unnötig

  • 1 dünne Mütze für draußen

Dazu kommen Spucktücher, die Lätzchen, Schulterschutz und Unterlage in einem sind. Acht bis zehn reichen, wenn du alle zwei, drei Tage wäschst; spuckt dein Baby viel, nimm eher 12 bis 15. Dann, oder wenn du seltener wäschst, sind auch acht bis zehn Bodys pro Größe entspannter.

Kauf für die ersten Wochen – alles andere darf warten, bis du dein Baby kennst.

Schnitte, Stoffe, Wäsche

Wickelbody oder Schlupfbody? Am Anfang ist der Wickelbody angenehm, weil nichts über das Köpfchen muss, und genau das mögen viele Neugeborene nicht. Später gehen Bodys mit Schulterüberschlag schneller, deren Ausschnitt sich weit dehnen lässt. Strampler oder Hose? Ein Strampler rutscht nicht, eine Hose wechselst du einzeln, wenn nur unten etwas nass ist.

Baumwolle ist weich, robust und heiß waschbar, Wolle-Seide gleicht Temperaturen aus, braucht aber den Wollwaschgang. Kordeln und Bänder am Hals haben an Babykleidung nichts zu suchen, darauf schaust du vor allem bei geschenkten und gebrauchten Teilen. Drinnen trägt dein Baby keine Mütze, denn über den Kopf gibt es überschüssige Wärme ab. Eine Ausnahme gilt nur, wenn die Klinik sie dir ausdrücklich mitgibt, etwa für ein Frühchen, und auch dann nie zum Schlafen.

Vor der Geburt wäschst du die Sachen in 50 und 56 einmal. Größe 62 bleibt mit Etikett im Schrank, bis sie gebraucht wird, und was ungetragen bleibt, tauschst du mit dem Kassenbon um. Wie heiß und womit du wäschst, steht unten in den Fragen.

Kratzhandschuhe und Babyschuhe kannst du dir sparen. Die Nägel musst du in den ersten vier bis sechs Wochen meist nicht schneiden. Zeigen sich Kratzspuren, kürzt du sie mit einer abgerundeten Babyschere.

Für Winterbabys

Für ein Winterbaby, das zwischen November und Februar kommt, gilt das Zwiebelprinzip: mehrere dünne Schichten statt einer dicken, damit du drinnen einfach eine ausziehen kannst. Zur Basis kommen dazu:

  • Langarmbodys, gern ein paar aus Wolle-Seide als unterste Schicht

  • 2 Strumpfhosen und 2–3 warme Jäckchen aus Wolle oder Fleece

  • 2 Paar Wollsocken und 1 Paar Fäustlinge ohne Daumen

  • 1 warme Mütze über die Ohren, dazu eine Schlupfmütze oder ein kurzer Halswärmer statt Schal

  • 1 Fußsack für den Kinderwagen, darin braucht dein Baby keinen dicken Overall

  • 1 dünner Woll- oder Fleece-Overall in 62 oder 62/68, wenn du viel trägst

  • 1 Decke für die Babyschale

  • 2 Schlafsäcke mit 2 bis 2,5 TOG für ein Schlafzimmer um 18 °C

  • 1 fetthaltige Creme für die Wangen bei Frost

Im Auto bleibt der dicke, wattierte Overall aus – ein dünner aus Fleece oder Wolle darf anbleiben. Dicke Kleidung wird bei einem Aufprall zusammengedrückt, dann sitzt der Gurt zu locker. Also dünne Schichten, anschnallen, Gurt straff ziehen und den Kneiftest machen – lässt sich der Gurt oben an der Schulter noch zu einer Falte zusammenkneifen, ist er zu locker.

Erst dann kommt die Decke über den Gurt. Eine Einschlagdecke mit Gurtschlitzen nimmst du nur, wenn sie dünn ist und der Hersteller deiner Schale sie freigibt; danach kneifst du noch einmal. Ist das Auto warm, nimmst du Decke und Mütze ab.

Wärmflasche, Kirschkernkissen und Heizdecke gehören nicht in den Kinderwagen, und weil Wind und Nässe Babys auch über null Grad schnell auskühlen, fühlst du öfter in den Nacken. Wie du dein Baby für Wagen und Trage anziehst und Kälteschäden erkennst, steht in „Baby richtig anziehen“.

Viele dünne Schichten statt einer dicken – so bleibt dein Baby warm, aber nicht zu warm.

Für Sommerbabys

Ein Sommerbaby, das zwischen Juni und August kommt, braucht vor allem luftige Baumwolle und Schatten:

  • Kurzarmbodys, dazu zwei, drei langärmlige für kühle Abende

  • Dünne, lange Strampler oder Hosen, die draußen Arme und Beine vor der Sonne schützen

  • 1–2 Sonnenhüte mit Krempe oder Nackenschutz

  • 1–2 dünne Schlafsäcke mit 0,5 bis 1 TOG

  • 1 Sonnenschirm oder Sonnensegel für den Wagen und ein Sonnenschutz für die Seitenscheibe im Auto

  • Nicht nötig: Overall, Strumpfhosen, Wollmütze und Fußsack

Im ersten Lebensjahr gehört dein Baby nicht in die direkte Sonne, und zwischen 11 und 15 Uhr meidet ihr die pralle Sonne ganz, auch mit Schirm oder Verdeck. Sonnencreme soll es möglichst nicht bekommen, und Babyöl macht die Haut sogar lichtempfindlicher. Über den Kinderwagen hängst du kein Tuch: In einer Messung war es darunter nach etwa 20 Minuten fast vier Grad wärmer als draußen. Auch über die Babyschale kommt während der Fahrt keins.

Nachts reicht bei Hitze ein kurzärmliger Body, in sehr warmen Nächten auch nur die Windel – ein Schlafsack dann nur mit 0,5 TOG, eine lose Decke nie. Das Schlafzimmer sollte nicht wärmer als 26 °C werden. Wasser oder Tee braucht dein Baby auch bei Hitze nicht: Leg es öfter an oder biete öfter die Flasche an. Und lass es nie allein im Auto, auch nicht für ein paar Minuten.

Für Frühling und Herbst

Ein Frühlings- oder Herbstbaby, geboren zwischen März und Mai oder im September und Oktober, braucht von allem ein bisschen, denn morgens ist es frisch und mittags warm:

  • Halb Kurzarm, halb Langarm bei den Bodys

  • 1 Strumpfhose und 2–3 Jäckchen

  • 1 Übergangsoverall oder Jacke und Hose aus Fleece oder Wolle

  • 1 dünne und 1 wärmere Mütze

  • 2 Schlafsäcke, einer um 1 TOG und einer um 2,5 TOG

Welcher Schlafsack passt, entscheidet das Raumthermometer. Ist der warme in der Wäsche, nimmst du den leichten mit einer Lage mehr darunter, aber nie zwei Schlafsäcke übereinander. Einem Frühlingsbaby bringt der Sommer Größe 62, plan also Kurzarmbodys in 62 ein. Ein Oktoberbaby trägt im Januar meist 62, sein Overall darf deshalb 62/68 haben.

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Beistellbett oder Babybett?

Beides ist sicher, solange es ein eigenes, flaches Bett mit fester Matratze im Elternschlafzimmer ist. Dort schläft dein Baby im ersten Lebensjahr, auf dem Rücken, im Schlafsack:

  • Beistellbett: Es wird lückenlos am Elternbett befestigt, beide Matratzen liegen auf einer Höhe, und eure Decken und Kissen rutschen nicht hinüber. Zum Stillen musst du kaum aufstehen. Bei einem hohen Boxspringbett prüf vorher, ob es sich weit genug hochstellen lässt. Bis wann es passt, steht unten in den Fragen.

  • Babybett: Ein Gitterbett mit 60 × 120 oder 70 × 140 Zentimetern hält jahrelang. Die Stäbe stehen 4,5 bis 6,5 Zentimeter auseinander, damit weder Köpfchen noch Ärmchen stecken bleiben.

  • Stubenwagen oder Wiege: hübsch, aber nur kurz nutzbar und neben einem Beistellbett oft nur eine Ablage.

Die Matratze ist höchstens zehn Zentimeter dick, eher fest und passt ohne Spalt in den Rahmen. Eine gebrauchte aus einem fremden Haushalt nimmst du nicht, denn einige Studien fanden dabei ein höheres Risiko für den plötzlichen Säuglingstod. Die vom großen Geschwisterkind darf bleiben, wenn sie diese Prüfung besteht:

  • fest und flach, ohne Kuhle – der Kopf deines Babys sinkt höchstens ein paar Millimeter ein

  • keine Risse, kein Wasserschaden, ein gut sitzender, wasserdichter Bezug

  • sie passt ohne Spalt ins Bett

Dazu kommen zwei Spannbetttücher und zwei wasserdichte Auflagen. Für nasse Nächte beziehst du doppelt, also Spannbetttuch, Auflage, Spannbetttuch – nur mit passgenauen Teilen, die straff sitzen. Dann ziehst du nachts nur die obere Lage ab. Übernachtet ihr bei der Familie, braucht dein Baby dort denselben sicheren Platz, etwa ein Reisebett mit seiner eigenen Matratze, ohne zusätzliche Polster.

Schlafsack statt Decke

Statt Decke und Kissen schläft dein Baby im Schlafsack. Zwei reichen, damit einer in die Wäsche kann. Der Halsausschnitt ist nicht größer als der Kopf, die Armausschnitte sind so eng, dass dein Baby nicht hineinrutscht, und eine Kapuze gibt es nicht. Für die Länge gilt Körperlänge minus Kopf plus 10 bis 15 Zentimeter zum Strampeln. Gibt der Hersteller die Größe nach Gewicht oder Länge an, gilt seine Tabelle.

Wie warm ein Schlafsack ist, verrät der TOG-Wert. Als grobe Orientierung, ausführlich in „Die richtige Temperatur im Babyzimmer“:

  • unter 16 °C: 3 bis 3,5 TOG oder leicht heizen, nie eine Decke

  • 16–20 °C: 2 bis 2,5 TOG, darunter ein Langarmbody, bei Bedarf ein dünner Schlafanzug

  • 20–24 °C: um 1 TOG, darunter ein kurz- oder langärmliger Body

  • ab 24 °C: 0,5 TOG oder nur ein kurzärmliger Body

Ob es passt, fühlst du im Nacken oder zwischen den Schulterblättern: Warm und trocken ist richtig. Feucht oder heiß heißt eine Lage weniger oder ein leichterer Schlafsack, kühl heißt eine Lage mehr. Kühle Hände sind normal. Ein Raumthermometer, ideal sind um 18 °C, und ein dimmbares Nachtlicht helfen dir nachts.

Nestchen, Kissen, Decken, Felle, Babynester und Kuscheltiere haben im Babybett nichts zu suchen, ebenso Bettschlangen oder Stoffumrandungen am Beistellbett, Keil- und Lagerungskissen, ein Stillkissen als Nest oder ein Spucktuch unter dem Kopf. Ein Himmel darf höchstens bis zu den Gitterstäben reichen. Weiche Dinge können zu Überwärmung oder einem gefährlichen Atemrückstau führen.

Einen Pucksack brauchst du nicht, denn die deutsche Leitlinie rät, Babys zum Schlafen nicht fest einzuwickeln. Puckst du schon, dann nur in Rückenlage, mit locker angewinkelten Beinen und zwei bis drei Fingern Platz an der Brust, nicht zu warm und nichts Beschwertes. Hör sofort auf, sobald dein Baby versucht, sich zu drehen – das beginnt meist mit drei bis vier Monaten, manche fangen schon mit zwei an.

Ein sicherer Schlafplatz ist schlicht: flach, fest, ohne Spalt – und nah bei dir.

Wickeln und Pflege

Windeln brauchst du anfangs viele: meist acht bis zwölf am Tag, rund 70 in der Woche. Horte trotzdem keine Berge, denn wie schnell dein Baby aus der Neugeborenengröße herauswächst, weißt du erst nach der Geburt. Ein Vorrat für ein, zwei Wochen reicht, also etwa 70 bis 140 Windeln in Größe 1. Bei sehr kleinen Babys hilft die Gewichtsangabe auf der Packung. Mit Stoff rechnest du mit etwa 20 Windeln samt Einlagen.

Am sichersten wickelst du auf einer Unterlage am Boden. Bequemer für den Rücken ist ein Wickeltisch oder ein Aufsatz auf einer Kommode, die ihr schon habt. So wird er sicher:

  • 85 bis 92 Zentimeter hoch, je nach deiner Größe, am besten in einer Zimmerecke

  • Ränder, die auch über der Wickelauflage noch mindestens 20 Zentimeter hoch sind

  • der Aufsatz nach Anleitung fest mit der Kommode verbunden, die Kommode mit Kippschutz an der Wand

  • alles in Griffweite, eine Hand bleibt immer an deinem Baby

  • klingelt es, nimmst du dein Baby mit oder legst es auf den Boden – die Aufsicht übergibst du nicht an ältere Geschwister

Stürze vom Wickeltisch gehören bei Säuglingen zu den häufigsten Ursachen für Kopfverletzungen. Was du danach tust, steht ganz unten im Kasten „Achte darauf“. Auf den Wickelplatz gehören:

  • 1 Wickelauflage mit 2–3 Bezügen

  • 6–10 Waschlappen und handwarmes Wasser, etwa aus einer Thermoskanne – vorher ein paar Tropfen aufs Handgelenk

  • Feuchttücher ohne Duftstoffe für unterwegs

  • 1 Wundschutzcreme mit Zinkoxid

  • 1 Nagelschere mit abgerundeten Spitzen und 1 Eimer mit Deckel

Den Nabelrest hältst du vor allem sauber und trocken: Einmal am Tag, und immer wenn Urin oder Stuhl drangekommen ist, tupfst du ihn mit abgekochtem, handwarmem Wasser ab und danach trocken. Die Windel schlägst du darunter um. Meist fällt er innerhalb von zwei Wochen ab. Rötet sich die Haut rundherum, nässt, schwillt oder riecht er, lass ihn noch am selben Tag in der Kinderarztpraxis anschauen. Babypuder, Wattestäbchen und Pflegesets brauchst du nicht, einen Heizstrahler nur in einem kühlen Raum – dann fest montiert und mit dem Abstand, den der Hersteller vorgibt.

Baden ohne viel Zubehör

Zum Baden brauchst du weniger, als die Babyabteilung glauben macht. Eine Babybadewanne ist praktisch, aber kein Muss: Du kannst auch in der großen Wanne mit wenigen Zentimetern Wasser baden, während du davor kniest, oder in einem Badeeimer auf dem Boden. Wirklich nötig sind ein Badethermometer für 36 bis 37 °C, dazu die Probe mit Unterarm oder Ellenbogen, zwei Handtücher und zwei, drei Waschlappen.

Heiz das Bad auf mindestens 23 °C. Einen Heizlüfter bringst du hinaus, bevor Wasser einläuft. Solange dein Baby in der Wanne ist, läuft kein heißes Wasser nach, und du lässt es keinen Moment allein, denn schon wenige Zentimeter Wasser reichen zum Ertrinken. Badezusätze brauchst du im ersten Monat nicht. Den Ablauf Schritt für Schritt zeigt dir „Das erste Bad zu Hause“.

Stillen und Flasche

Möchtest du stillen, brauchst du fast nichts extra. Ein Stillkissen ist angenehm und hält nach einem Kaiserschnitt Druck von der Narbe, ein festes Kissen tut es aber auch. Ins Babybett gehört es nie, auch nicht als Nest.

Eine Milchpumpe kaufst du nicht auf Verdacht. Wird sie nötig, etwa weil dein Baby zu früh kommt oder schwach saugt, bei einer Brustentzündung oder zu wenig Milch, verordnet sie dir die Kinderarzt- oder Frauenarztpraxis. Die Leihpumpe holst du in der Apotheke oder im Sanitätshaus, oft gegen eine Kaution. Die Miete zahlt die Krankenkasse, das Pumpset kaufst du selbst.

Fütterst du mit der Flasche oder fütterst du zu, brauchst du:

  • 4–6 Flaschen mit Saugern für Neugeborene, zum Zufüttern reichen zwei, drei

  • 1 Flaschenbürste

  • 1–2 Packungen Pre-Nahrung, diese Sorte passt das ganze erste Jahr

  • 1 Wasserkocher und eine Thermoskanne

Flaschen, Sauger und Messlöffel spülst du nach jeder Mahlzeit heiß mit Spülmittel und Bürste oder in der Spülmaschine. Auf Nummer sicher gehst du, wenn du sie in den ersten Lebensmonaten zusätzlich mindestens zwei Minuten in sprudelndem Wasser auskochst, so rät es das Bundesinstitut für Risikobewertung. Dafür reicht ein Topf. Sterilisator, Vaporisator, Flaschenwärmer und Fläschchenzubereiter sind kein Muss.

Für die Nacht füllst du das Pulver portionsweise in trockene Flaschen und hältst abgekochtes Wasser in der Thermoskanne bereit. Gemischt wird erst kurz vor dem Füttern. Angerührte Milch hältst du nie warm, bereitest sie nicht auf Vorrat zu und erwärmst sie nie in der Mikrowelle, weil sie dort ungleichmäßig heiß wird. Flaschen und Pulver „für alle Fälle“ brauchst du nicht: Drogerie und Apotheke haben beides.

Beim Schnuller entscheidet dein Baby mit: Kauf zwei, drei in Neugeborenengröße. Stillst du, wartest du damit, bis das Stillen eingespielt ist, meist nach drei bis vier Wochen: Dein Baby hat sein Geburtsgewicht wieder und mindestens sechs schwere nasse Windeln am Tag, und das Anlegen tut nicht mehr weh. Eine Schnullerkette, auch mit Namen, ist nur tagsüber in Ordnung, so kurz wie möglich.

Beim Füttern zählt Nähe mehr als jedes Zubehör.

Und was brauchst du selbst?

Deine eigene Erstausstattung ist schnell gepackt, und sie zählt genauso. Fürs Wochenbett zu Hause brauchst du:

  • Wochenbettbinden – Tampons und Menstruationstassen sind tabu, solange der Wochenfluss läuft, meist vier bis sechs Wochen

  • Stilleinlagen und zwei, drei weiche Still-BHs oder Bustiers; feste kaufst du, wenn sich die Größe nach dem Milcheinschuss eingependelt hat

  • nach einem Kaiserschnitt Slips mit hohem Bund

  • Wasser, Snacks und ein kleines Licht an dem Platz, an dem du nachts fütterst

Fallen dir dort die Augen zu, leg dein Baby auf den Rücken in sein Bett, denn mit ihm auf Sofa oder Sessel einzuschlafen ist besonders gefährlich. Mehr dazu in „Beim Stillen eingeschlafen?“.

Wohnt deine Familie weit weg, bestellst du das meiste online. Ehrenamtliche von wellcome entlasten Familien im ersten Jahr nach der Geburt, die Frühen Hilfen vermitteln über Jugendamt oder Schwangerschaftsberatung kostenlos Unterstützung, und die Krankenkasse zahlt unter bestimmten Voraussetzungen eine Haushaltshilfe. Wie du sie bekommst und was hilft, wenn du allein bist, steht in „Checkliste vor der Geburt: was bis wann“.

Die Babyschale fürs Auto

Fahrt ihr mit Auto oder Taxi nach Hause, brauchst du die Babyschale schon für die erste Fahrt: Kinder unter zwölf Jahren, die kleiner als 150 Zentimeter sind, dürfen nur in einem passenden Kindersitz mitfahren, und ein Taxi muss keine Schale für Neugeborene dabeihaben. Ohne Auto geht es im Kinderwagen mit Liegewanne oder in einer Trage, die ab Geburt geeignet ist. Worauf es ankommt:

  • Norm: Neu gibt es nur noch Schalen nach R129, auch i-Size genannt.

  • Richtung: gegen die Fahrtrichtung, auf dem Beifahrersitz nur bei abgeschaltetem Airbag.

  • Passform: Probier die Schale im eigenen Auto aus. Eine Isofix-Station verringert Einbaufehler, am besten kaufst du beides zusammen.

  • Einsatz: Den mitgelieferten Neugeboreneneinsatz nutzt du, solange die Anleitung es sagt. Kopfstützen, Gurtpolster oder Einlagen aus dem Zubehörhandel sind mit deiner Schale nicht crashgetestet.

  • Zu klein ist die Schale erst, wenn der Kopf den oberen Rand erreicht. Stoßen die Füße an die Rückenlehne, ist das kein Grund zum Wechseln.

  • Im Winter lagerst du sie drinnen, dann ist sie beim Einsteigen nicht eiskalt.

Die Schale ist ein Autositz, kein Schlafplatz: Nimm dein Baby heraus, sobald ihr angekommen seid, und auf langen Strecken in Pausen. Auf dem Kinderwagengestell nutzt du sie nur für kurze Wege. Wie lange es am Stück darin bleiben darf, steht unten in den Fragen. Den Einbau erklärt „Kliniktasche packen: Was wirklich rein muss“ im Abschnitt „Heimfahrt mit Baby“.

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Kinderwagen oder Trage?

Kinderwagen und Trage ergänzen sich oft: der Wagen für lange Spaziergänge und Einkäufe, die Trage für Treppen, Bus und Bahn und unruhige Abende. Ist das Geld knapp, kauf einen gebrauchten Wagen und leih dir die Trage.

Beim Kinderwagen zählt, dass dein Neugeborenes flach liegt: in der Liegewanne eines Kombikinderwagens oder in einem Buggy, der ab Geburt freigegeben ist und sich ganz flach stellen lässt. Sitzen darf es erst, wenn es das von allein kann. Bei der Probefahrt prüfst du, ob die Liegewanne lang genug ist, die Bremse an zwei Rädern greift und der Wagen zusammengeklappt in euren Kofferraum passt.

Im Alltag hängst du keine Kette quer über den Wagen, Einkäufe kommen in den Korb statt ans Netz am Schiebebügel, damit nichts kippt, und an Sonnentagen parkst du im Schatten.

Eine Trage oder ein Tragetuch schenkt dir freie Hände und deinem Baby Nähe. Nicht jede Trage mit „ab Geburt“ passt einem Neugeborenen wirklich, prüf deshalb selbst:

  • Die Knie sind angewinkelt etwa auf Nabelhöhe und höher als der Po, die Beine gespreizt.

  • Die Trage sitzt eng, Rücken und Kopf sind gestützt.

  • Du siehst das Gesicht, das Kinn liegt nicht auf der Brust, und der Kopf ist so hoch, dass du ihn küssen kannst.

In der Trage stillst oder fütterst du nicht. Ob dein Baby gern getragen wird, merkst du erst nach der Geburt. Leih dir deshalb anfangs eine Trage, etwa bei einer Trageberatung. Ob Tuch oder Trage, steht unten in den Fragen. Eine eigene Wickeltasche brauchst du nicht: Jede größere Tasche tut es, mit einem wasserdichten Beutel, Windeln, Feuchttüchern, Wickelunterlage, Spucktuch und Wechselkleidung.

Gesundheit und Hausapotheke

Ein digitales Fieberthermometer mit weicher Spitze gehört zur Grundausstattung. Bei Babys misst du im Po am genauesten, Ohrthermometer eignen sich frühestens ab einem halben Jahr, und Stirnthermometer messen ungenauer. So misst du:

  1. Gib etwas Creme oder Vaseline auf die Spitze.

  2. Leg dein Baby auf den Rücken, auf die Seite oder bäuchlings auf deinen Schoß und halt es sanft fest.

  3. Schieb das Thermometer vorsichtig etwa einen, höchstens zwei Zentimeter tief ein.

  4. Nach ein bis anderthalb Minuten oder beim Piepton ziehst du es langsam heraus.

Ab welcher Temperatur du handeln musst, steht im Kasten „Achte darauf“. In die Hausapotheke gehören:

  • Pflaster, sterile Wundauflagen, eine Mullbinde, Schere, Pinzette und Einmalhandschuhe

  • Kochsalzlösung für die Nase, abschwellende Tropfen nur in Säuglingsdosierung und nach Rücksprache

  • ein Mittel gegen Fieber und Schmerzen für Säuglinge: Frag bei der nächsten U-Untersuchung – der U3 mit vier bis fünf Wochen oder der U4 mit drei bis vier Monaten –, welches in welcher Dosis, und notier es mit dem aktuellen Gewicht

  • ein Zettel mit 112, dem ärztlichen Bereitschaftsdienst 116 117, dem Giftnotruf eures Bundeslands, eurer Kinderarztpraxis und der Adresse der nächsten Kinderklinik mit Notaufnahme

Hat dein Baby in den ersten drei Monaten Fieber, lässt du es zuerst ärztlich untersuchen – ein Fiebermittel ersetzt das nicht. Medikamente für Erwachsene sind tabu, ebenso ASS und im ersten Lebensjahr Honig oder honighaltige Hustenmittel. Bewahr alles abschließbar auf. Einen Nasensauger kaufst du bei der ersten Erkältung.

Ab der zweiten Lebenswoche bekommt dein Baby täglich 400 bis 500 I. E. Vitamin D als Tablette oder Tropfen, oft zusammen mit Fluorid, ob gestillt oder mit der Flasche. Herbst- und Winterbabys bekommen es etwa 18 Monate lang, alle anderen 12 Monate. Welches Präparat passt, besprichst du bei der U2 oder in der Kinderarztpraxis.

Ein gut sortiertes Kästchen nimmt dir nachts die Suche ab – und ein Stück Sorge.

Ab welcher SSW kaufen?

Große Dinge wie Bett und Kinderwagen bestellst du ab etwa der 20. Schwangerschaftswoche, weil Lieferzeiten dazwischenkommen können. Kleidung, Windeln und Kleinkram folgen danach. Etwa sechs Wochen vor dem Termin, wenn der Mutterschutz beginnt, spätestens aber vier Wochen vorher, ist das Wichtigste da: Schlafplatz, zwei Schlafsäcke, Babyschale und Fieberthermometer – Babys kommen nicht immer pünktlich. Spätestens vier Wochen vor dem Termin baust du die Schale einmal zur Probe ein. Willst du den Kinderwagen aus Aberglauben erst nach der Geburt im Haus haben, bestell ihn vorher und lass ihn danach liefern.

Wann kaufen?

Bett, Wagen
ab SSW 20
Alles Wichtige
6 Wo. vorher
Schale einbauen
4 Wo. vorher

Gebraucht oder neu?

Fast alles darf gebraucht sein, nur Matratze und Babyschale kaufst du neu oder mit bekannter Geschichte. Babysachen sind oft kaum abgenutzt, gebraucht sparst du deshalb viel Geld. So prüfst du:

  • Kleidung: keine Kordeln am Hals, feste Druckknöpfe

  • Kinderwagen: Bremse und Gestell funktionieren, und das Modell wurde nicht zurückgerufen – such online nach dem Modellnamen und dem Wort „Rückruf“

  • Bett und Beistellbett: Schrauben und Anleitung sind da, die Stäbe stehen 4,5 bis 6,5 Zentimeter auseinander, nichts splittert

  • Trage: Nähte und Schnallen sind intakt, das Modell eignet sich für Neugeborene

  • Schlafsack: Halsausschnitt nicht größer als der Kopf, der Reißverschluss funktioniert

  • Babyschale: kein Unfall, nie heruntergefallen, keine Risse, Gurte intakt, Anleitung und Neugeboreneneinsatz dabei, nicht älter, als der Hersteller erlaubt, und zugelassen nach R129, R44/03 oder R44/04 – Schalen nach R44/01 und R44/02 sind nicht mehr erlaubt

Neu kaufst du außerdem Sauger, Schnuller, die wasserdichte Auflage und das Pumpset. Fündig wirst du auf Kinderbasaren, in Secondhand-Läden, über Kleinanzeigen-Portale und im Freundeskreis. Neu kostet eine komplette Erstausstattung grob 1.600 bis 4.600 Euro, gebraucht oft nur einen Bruchteil. Welche Hilfen es bei wenig Geld gibt, steht unten in den Fragen.

Baby schon da? Das kommt jetzt

Ist dein Baby schon ein paar Wochen alt, fragst du dich eher: Was wird gerade zu klein?

  • Kleidung, wenn die Druckknöpfe im Schritt nur mit Ziehen zugehen, Bündchen rote Streifen hinterlassen oder die Füße anstoßen. Die aktuelle Länge steht im Gelben Heft von der letzten U-Untersuchung, und auf 62 folgt meist mit drei, vier Monaten Größe 68.

  • Windeln, wenn sie rote Abdrücke hinterlassen, die Klebestreifen kaum bis zur Mitte reichen oder es am Rücken ausläuft. Orientierung gibt das Gewicht auf der Packung.

  • Der Schlafsack, wenn dein Baby die Beine nicht mehr ausgestreckt bewegen kann. Den nächsten kaufst du im TOG-Wert der kommenden Jahreszeit.

  • Die Babyschale erst, wenn der Kopf den oberen Rand erreicht.

  • Beistellbett und Liegewanne, wenn die Grenze aus der Anleitung erreicht ist oder dein Baby versucht, sich hochzuziehen oder hinzusetzen. Dann zieht es ins Gitterbett um, und im Kinderwagen nutzt du den Sitz nur ganz flach, bis es von allein sitzt.

Die Wunschliste

Freunde und Familie fragen, was ihr euch wünscht? Dann hilft eine Wunsch- oder Geburtsliste, die ihr teilt, damit nichts doppelt kommt. Gut gebrauchen könnt ihr Kleidung ab Größe 68, einen Schlafsack in der nächsten Größe, einen Gutschein für eine Trageberatung, einen Zuschuss zu Kinderwagen oder neuer Babyschale, Windeln in Größe 2 oder 3, Mulltücher und Spannbetttücher. Und für dich: ein gekochtes Essen, einen vollen Kühlschrank, jemanden, der die Wäsche macht.

Bitte nicht schenken lassen: Nestchen, Kissen, Decken und Felle fürs Babybett, Babynester, Bettschlangen, lange Betthimmel, Pucksäcke, Schlafsäcke mit Gewichten, Federwiegen und Hängematten zum Schlafen, Kinderwagenketten, Bernstein- und Zahnungsketten, Kleidung mit Kordeln am Hals und gebrauchte Babyschalen unbekannter Herkunft. Auch Atem- und Sensormatten schützen nicht nachweislich vor dem plötzlichen Säuglingstod.

Ruhige Nächte beginnen hier.

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Die Checkliste zum Abhaken

Zum Speichern oder Ausdrucken: Fett markiert ist die minimalistische Erstausstattung, der Rest ist Komfort.

Kleidung, je in Größe 56 und 62

  • 5–7 Bodys, davon 2–3 Wickelbodys

  • 4–6 Strampler oder Hosen, zu Hosen 2–3 Oberteile

  • 2–3 Schlafanzüge, 1–2 Jäckchen, 2–4 Paar Socken

  • 1 dünne Mütze für draußen

  • dazu 2–3 Teile in Größe 50 und 8–10 Spucktücher

Winter extra: Strumpfhosen, warme Jäckchen, Wollsocken, warme Mütze, Fäustlinge, Fußsack, Decke fürs Auto, fetthaltige Creme

Sommer extra: Sonnenhut, dünne lange Kleidung, Sonnenschirm oder -segel, Sonnenschutz fürs Autofenster

Schlafen

  • Beistellbett oder Babybett mit neuer, fester Matratze

  • 2 Spannbetttücher und 2 wasserdichte Auflagen

  • 2 Schlafsäcke passend zur Jahreszeit

  • Raumthermometer, dimmbares Nachtlicht, Rauchwarnmelder im Schlafzimmer

Wickeln und Baden

  • Wickelauflage mit 2–3 Bezügen, 6–10 Waschlappen, Thermoskanne

  • Windeln Größe 1 für ein, zwei Wochen, Wundschutzcreme

  • Feuchttücher ohne Duft, Nagelschere, Eimer mit Deckel

  • Badethermometer, 2 Handtücher

Füttern

  • Stillen: Stilleinlagen, 2–3 weiche Still-BHs, ein festes Kissen

  • Flasche: 4–6 Flaschen mit Saugern, Flaschenbürste, 1–2 Packungen Pre-Nahrung, Wasserkocher

Unterwegs

  • Babyschale, wenn ihr Auto oder Taxi fahrt

  • Kinderwagen mit Liegewanne oder Trage

  • eine Tasche mit Nässebeutel

Gesundheit und für dich

  • digitales Fieberthermometer, kleine Hausapotheke, Zettel mit den Notrufnummern

  • Wochenbettbinden, nach einem Kaiserschnitt Slips mit hohem Bund

Kann warten: Babyphone, Stillkissen, Milchpumpe, Nasensauger, Babybürste (erst bei Kopfgneis), Kleidung ab 68, Spielzeug und Krabbeldecke – für die Bauchlage reicht ein großes Badetuch auf dem Boden.

Brauchst du nicht: Stubenwagen zusätzlich zum Beistellbett, Babybadewanne mit Gestell, Windeleimer mit Kassetten, Flaschenwärmer, Sterilisator, Pflegesets, Kapuzenhandtücher im Fünferpack, Kratzhandschuhe, Babyschuhe und eine eigene Wickeltasche.

Und falls doch etwas fehlt: Das meiste bekommst du innerhalb eines Tages. Eine Erstausstattung muss nicht perfekt sein, sie muss nur die ersten Wochen tragen – den Rest lernt ihr gemeinsam.

Häufige Fragen

Wie viele Bodys und Strampler braucht ein Neugeborenes?

Pro Größe, also einmal in 56 und noch einmal in 62, fünf bis sieben Bodys und vier bis sechs Strampler oder Hosen, wenn du alle zwei, drei Tage wäschst. Spuckt dein Baby viel, läuft die Windel oft aus oder wäschst du seltener, sind acht bis zehn Bodys pro Größe entspannter. Von Größe 50 reichen zwei, drei Teile, weil viele Babys schon bei der Geburt länger sind.

Babykleidung vorher waschen – wie heiß und womit?

Einmal waschen lohnt sich: Nach Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung gelangen dann beim ersten Tragen weniger Stoffe aus der Herstellung auf die Haut. Am besten ein paar Wochen vor dem Termin, zunächst nur die Größen 50 und 56. Nimm ein Waschmittel ohne Duftstoffe und lass den Weichspüler weg, denn Duftstoffe in Waschmitteln und Weichspülern können Allergien auslösen. Hygienespüler brauchst du nicht. Waschlappen, Spucktücher, Handtücher und Bettwäsche wäschst du bei mindestens 60 °C, wie es das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit für Handtücher und Bettwäsche rät. Für Kleidung reichen niedrigere Temperaturen, Wolle und Wolle-Seide kommen in den Wollwaschgang. Gebrauchte Kleidung wäschst du ebenfalls einmal, bevor dein Baby sie trägt.

Ab wann ist das Beistellbett zu klein?

Das legt der Hersteller fest: In der Anleitung steht, bis zu welchem Gewicht oder Alter dein Baby darin schlafen darf. Hast du sie nicht mehr, frag beim Hersteller nach. Unabhängig davon ziehst du um, sobald dein Baby versucht, sich hochzuziehen, hinzuknien oder hinzusetzen, denn dann wird der niedrige Rand zur Gefahr. Im Gitterbett stellst du den Lattenrost ganz nach unten. In dieser Stellung sollten bis zur Oberkante des Gitters mindestens 60 Zentimeter bleiben – darauf achtest du schon beim Kauf.

Wie lange darf mein Baby am Stück in der Babyschale bleiben?

Eine belegte Höchstdauer gibt es nicht, die Regel lautet: so kurz wie möglich. Nimm dein Baby heraus, sobald ihr angekommen seid, auch wenn es gerade schläft, und leg es flach auf den Rücken. Auf langen Strecken machst du regelmäßig Pausen, in denen du es herausnimmst. Sehr junge Babys und Frühchen fahren besser nur kurze Etappen. Wenn möglich, sitzt ein Erwachsener hinten neben deinem Baby, sonst hilft ein Spiegel. Sackt es nach vorn zusammen, halte sofort an und nimm es heraus.

Ab wann darf ich mit meinem Neugeborenen raus?

Eine feste Regel gibt es nicht. Kinderärzte halten Spaziergänge mit einem gut geschützten Neugeborenen schon ab etwa zwei Wochen für möglich, auch in der kalten Jahreszeit. Fang mit kurzen Runden an und fühl zwischendurch in den Nacken: Warm und trocken ist richtig. Im Winter packst du dein Baby in dünne Schichten, Mütze und Fußsack und cremst die Wangen mit einer fetthaltigen Creme ein; bei Wind und Nässe bleibt ihr kürzer draußen. Eine offizielle Minusgrad-Grenze gibt es nicht. Im Sommer bleibt dein Baby im Schatten, und zwischen 11 und 15 Uhr meidet ihr die pralle Sonne. Volle Busse und Kaufhäuser meidest du in Erkältungswellen lieber, denn Schnupfen holt sich ein Baby bei anderen Menschen, nicht an der frischen Luft.

Tragetuch oder Trage – was ist für Neugeborene besser?

Beides kann passen. Ein Tragetuch lässt sich am genauesten an dein Baby und an dich anpassen, elastische Tücher sind für die ersten Monate gemacht. Das Binden braucht allerdings etwas Übung. Eine Trage mit Schnallen ist schneller angelegt, aber nicht jede passt einem Neugeborenen, auch wenn „ab Geburt“ draufsteht. Entscheidend ist die Haltung: Die Knie sind angewinkelt etwa auf Nabelhöhe und höher als der Po, Rücken und Kopf sind gestützt, das Gesicht ist frei. Nimm ein Tuch, wenn du das Binden lernen magst, und eine Trage nur, wenn sie sich an die Größe deines Babys anpassen lässt. Am besten probierst du beides aus, etwa bei einer Trageberatung, die oft auch Tragen verleiht.

Braucht man ein Babyphone?

Am Anfang meist nicht. Im ersten Lebensjahr schläft dein Baby nachts im eigenen Bett in eurem Schlafzimmer, dort hörst du es auch so. Praktisch wird ein Babyphone, wenn dein Baby tagsüber oder abends in einem anderen Raum schläft. Das Bundesamt für Strahlenschutz rät zu Geräten mit möglichst niedriger Feldstärke, die du wie ihr Netzteil so weit wie möglich vom Bett entfernt aufstellst. Mit Batterie oder Akku entfallen die Felder des Netzteils. Kabel gehören außer Reichweite deines Babys. Geräte, die direkt zwischen Sender und Empfänger funken, brauchen kein WLAN. Video-Babyphones und Sensormatten sind Komfort: Dass sie vor dem plötzlichen Säuglingstod schützen, ist nicht belegt.

Was kostet die Erstausstattung, und wer hilft bei wenig Geld?

Wer alles neu kauft, landet je nach Anspruch grob bei 1.600 bis 4.600 Euro. Die größten Posten sind Kinderwagen, Babyschale und Möbel, gebraucht kaufen und leihen spart oft einen großen Teil. Reicht dein Geld nicht, kannst du beim Jobcenter Leistungen für die Erstausstattung bei Schwangerschaft und Geburt beantragen – auch wenn du sonst kein Grundsicherungsgeld (früher Bürgergeld) bekommst, dein Einkommen aber nicht reicht. Das gilt auch für Auszubildende und Studentinnen. Das Jobcenter kann Geld, eine Pauschale oder Sachleistungen geben. Stell den Antrag, bevor du kaufst. Schwangerschaftsberatungsstellen beraten kostenlos und vermitteln Hilfen der Bundesstiftung Mutter und Kind, die es nur während der Schwangerschaft gibt.

Achte darauf

Ruf sofort die 112, wenn dein Baby

  • Atempausen von mehr als 20 Sekunden macht oder dabei blau, grau oder schlaff wird,

  • blaue oder graue Lippen hat oder schwer atmet, etwa mit Einziehungen zwischen den Rippen oder Stöhnen,

  • sich kaum wecken lässt, schlaff ist oder einen Krampfanfall hat,

  • Flecken auf der Haut hat, die unter einem fest angedrückten Glas nicht verblassen,

  • sich am Körper kalt anfühlt und blass oder fleckig aussieht – kühle Hände und Füße allein sind normal,

  • nach einem Sturz bewusstlos war, krampft, wiederholt erbricht, sich anders verhält als sonst oder eine Beule, Schwellung oder größere Wunde am Kopf hat.

Sackt dein Baby in der Babyschale nach vorn zusammen, halte sofort an und nimm es heraus.

Hol sofort ärztliche Hilfe – außerhalb der Sprechzeiten direkt in der Notaufnahme einer Kinderklinik –, wenn dein Baby

  • in den ersten drei Lebensmonaten 38,0 °C oder mehr hat oder unter 36,5 °C misst, jeweils im Po gemessen – auch nachts, nach einer Impfung und wenn es sonst munter wirkt; ist es zu kühl, wärm es bis dahin Haut an Haut,

  • zwischen drei und sechs Monaten alt ist und du 39,0 °C oder mehr misst (so rät es der NHS),

  • vom Wickeltisch, aus dem Bett oder vom Sofa gefallen ist – unter einem Jahr immer, auch wenn es danach normal wirkt,

  • seit mehr als acht Stunden keine nasse Windel hatte oder die Fontanelle eingesunken ist,

  • schon am ersten Lebenstag gelb wird, die Gelbfärbung zunimmt oder es gelb ist und dabei sehr schläfrig ist oder schlecht trinkt,

  • sich auch nach dem Ausziehen und in einem kühleren Raum heiß anfühlt, schlapp wirkt oder schlecht trinkt.

Lass es noch heute in der Kinderarztpraxis oder über den ärztlichen Bereitschaftsdienst 116 117 anschauen, wenn dein Baby

  • eine Atempause von mehr als 10 Sekunden hatte, auch wenn danach alles normal wirkt,

  • deutlich weniger nasse Windeln hat als sonst, ab dem fünften Lebenstag weniger als sechs schwere nasse in 24 Stunden, oder Mund und Lippen trocken wirken (zum Vergleich: Gieß drei Esslöffel Wasser, ca. 45 ml, in eine trockene Windel – so schwer fühlt sich eine nasse an),

  • sehr hellen, weißlichen oder grauen Stuhl hat,

  • älter als drei Monate ist und das Fieber länger als einen Tag anhält,

  • einen geröteten, nässenden, geschwollenen oder riechenden Nabel hat,

  • nach einem Frosttag Hautstellen hat, die taub bleiben oder Blasen bilden.

Das gilt auch, wenn du dir einfach Sorgen machst.

Moonsleep bietet Orientierung, keine medizinische Beratung. Grundlage sind Leitlinien und Fachquellen, abgeglichen mit der Moonsleep-Referenzdatenbank.