Mitten in der Nacht weint dein Baby auf, doch seine Augen bleiben geschlossen: Schläft es noch, hat es Hunger, tut ihm etwas weh? Solche Nächte kennen viele Eltern, und oft steckt etwas ganz Alltägliches dahinter. Hier erfährst du, was das Weinen im Schlaf bedeuten kann, wie du Schritt für Schritt herausfindest, was dein Kind gerade braucht, und bei welchen Zeichen du nicht abwarten solltest.
Auf einen Blick
- Schlafzyklus
- ca. 50 Minuten
- Bis 3 Monate
- meist Hunger
- Nachtschreck
- nicht wecken
- Warnzeichen
- sofort 112
Oft nur Halbschlaf
Weint dein Baby im Schlaf, ist es oft gar nicht richtig wach: Babys schlafen in kürzeren Etappen als Erwachsene. Ein Schlafzyklus dauert bei ihnen ca. 50 Minuten, bei Erwachsenen ca. 90. In jedem Zyklus wechseln sich leichter, lebhafter Schlaf und tiefer, ruhiger Schlaf ab. Am Übergang zum nächsten Zyklus kommt dein Baby kurz an die Oberfläche: Es räkelt sich, seufzt, wimmert – oder weint kurz auf. Oft gleitet es danach von allein weiter, ohne je richtig wach gewesen zu sein.
Dass Babys im leichten Schlaf wimmern, weinen oder vereinzelt stöhnen, ist völlig normal. Etwas anderes ist ein Stöhnen bei jedem einzelnen Ausatmen, zusammen mit schneller oder angestrengter Atmung: Das ist ein Warnzeichen (mehr dazu unten). Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin betont, dass Säuglinge und Kleinkinder nachts regelmäßig aufwachen, oft mehrmals und meist beim Wechsel der Schlafphasen – manche bis ins Alter von etwa fünf Jahren. Krankhaft ist das nicht. Und nicht jedes Aufwachen bedeutet Hunger. Manchmal ist es nur ein kurzer Kontrollblick: Ist alles noch so wie beim Einschlafen?
Mit ca. drei bis vier Monaten lernen Babys, ihre Schlafzyklen aneinanderzuhängen, ohne dazwischen aufzuwachen. Das klappt aber nicht in jeder Nacht, und viele Kinder wachen auch nach dem ersten Geburtstag noch mindestens einmal pro Nacht auf. Eine große Auswertung vieler Studien kam in den ersten beiden Lebensmonaten auf im Schnitt knapp zwei nächtliche Wachphasen, im restlichen ersten Jahr auf rund eine – mit großen Unterschieden von Kind zu Kind.
Warum Babys im Schlaf zucken, grunzen und schnaufen, erklären wir in unserem Beitrag über den aktiven Schlaf. Hier geht es ums Weinen: wann es einfach dazugehört, was dahinterstecken kann und wann dein Kind dich wirklich braucht.
Wimmern, Weinen, Schreien
Nach ein paar Wochen weint ein Baby nicht mehr immer gleich, und du lernst, die Unterschiede zu hören. Dieses Gespür ersetzt keine Diagnose, aber es hilft dir, nachts schneller zu entscheiden. Typisch sind diese Muster:
Kurzes Wimmern oder Aufweinen mit geschlossenen Augen, das nach ein paar Atemzügen abebbt: Dein Baby steckt vermutlich im Halbschlaf zwischen zwei Zyklen.
Weinen, das langsam anschwillt, nachdem dein Baby unruhig geworden ist, an der Faust genuckelt oder suchend den Kopf gedreht hat: Das spricht für Hunger.
Quengeln und Weinen nach einem langen, vollen Tag, oft schon beim Hinlegen: Dein Baby ist vielleicht übermüdet.
Ein plötzlicher, schriller Schrei, der ganz anders klingt als sonst, oder ein Baby, das bei Berührung aufschreit: Das kann auf Schmerzen hindeuten. Dann schaust du sofort nach.
Ein Kleinkind, das mit offenen Augen schreit, um sich schlägt und dich nicht zu erkennen scheint: Das passt zum Nachtschreck.
Ein Kleinkind, das weinend aufwacht, sich an dich klammert und sich trösten lässt: Vielleicht war es ein schlechter Traum.
Genauso wichtig wie das Hören ist das Hinsehen. Sind die Augen zu, atmet dein Baby ruhig und hat es eine normale Hautfarbe, bleibt dir Zeit. Klingt das Weinen dagegen ungewöhnlich schwach und kläglich, wirkt dein Baby schlapp oder verfärben sich Haut oder Lippen, wartest du nicht ab.
Kurz lauschen, dann handeln
Beim nächtlichen Weinen scheinen sich zwei gute Ratschläge zu widersprechen. Laut Deutscher Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin musst du nicht bei jedem nächtlichen Aufwachen sofort eingreifen, und dein Kind muss nicht gleich aus dem Bettchen. Gleichzeitig rät das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit klar davon ab, Babys schreien zu lassen. Der Grund: Junge Babys können sich aus heftiger Erregung noch nicht selbst herausholen – dafür brauchen sie dich. Beides passt zusammen, wenn du in kleinen Schritten vorgehst:
Bleib einen Moment liegen und hör hin. Wird das Wimmern leiser, rutscht dein Baby vermutlich nur in den nächsten Schlafzyklus.
Schau hin, ohne das große Licht anzuschalten. Augen zu, ruhiger Atem, normale Hautfarbe: Du kannst noch kurz abwarten. Auffällige Atmung, blasse oder bläuliche Haut, ein schlaffes Baby: sofort handeln.
Wird das Weinen lauter oder fordernder, geh zu deinem Baby. Lass das Licht gedämpft, sprich leise, leg ihm die Hand auf Bauch oder Brust, summ ein vertrautes Lied. Nimmt es einen Schnuller, darfst du ihn anbieten – bei Stillkindern erst, wenn das Stillen gut eingespielt ist, und nie statt einer Mahlzeit, wenn es Hunger zeigt. Tauch ihn nie in Honig oder Zucker, und im Bett hat eine Schnullerkette nichts zu suchen. Fällt er im Schlaf heraus, musst du ihn nicht wieder hineinstecken. Viele Babys finden so zurück in den Schlaf, ohne ganz wach zu werden.
Prüf die Grundbedürfnisse. Wann hat dein Baby zuletzt getrunken? Ist die Windel sehr voll oder der Po wund? Fühlt sich der Nacken verschwitzt an? Ist die Nase verstopft? Steckt ein Arm oder Bein zwischen den Gitterstäben fest?
Nimm dein Baby hoch, wenn es sich nicht beruhigt. Trag es, wiege es sanft, biete die Brust oder die Flasche an, wenn Hunger infrage kommt. Trösten verwöhnt nicht.
Schau genauer hin, wenn gar nichts hilft. Miss Fieber, zieh Söckchen und Strampler aus und sieh dir Zehen, Finger und den Windelbereich an. Weint dein Baby trotz allem lange und untröstlich, hol ärztlichen Rat.
Wie lange „kurz“ ist, hängt vom Alter ab. Bei einem Neugeborenen ist Hunger der häufigste Grund fürs Weinen, und Hunger sitzt man nicht aus. Bei einem älteren Baby darfst du länger lauschen: Ab etwa sechs Monaten ist es nach Einschätzung der amerikanischen Kinderärztevereinigung normal, dass ein Baby nachts aufwacht und von selbst wieder einschläft – sie rät, dann nicht sofort hineinzueilen. Eine feste Minutenzahl gibt es nicht. Deine Richtschnur ist das Weinen selbst: Wird es leiser, warte. Wird es lauter, geh hin.
Nicht jedes Weinen ist ein Hilferuf. Aber jedes Weinen, das lauter wird, verdient eine Antwort.
Grund Nr. 1: Hunger
In den ersten drei Lebensmonaten ist Hunger der häufigste Grund, warum Babys weinen – auch nachts. Sie brauchen rund um die Uhr Nachschub: Gestillte Neugeborene kommen in den ersten Wochen meist auf 8 bis 12 Mahlzeiten pro Tag und Nacht, Flaschenkinder auf 6 bis 10. Bis zum Alter von etwa sechs Monaten gehört mindestens eine Mahlzeit in der Nacht zum normalen Bild.
Hunger kündigt sich meist an, bevor das Weinen richtig losgeht. Achte auf die leisen Vorboten: Dein Baby wird zappelig, steckt die Faust in den Mund, gibt leise, murmelnde Töne von sich, wendet den Kopf hin und her und sperrt suchend den Mund auf. Wenn du jetzt anlegst oder die Flasche gibst, geht es leichter, denn ein Baby, das schon aus vollem Hals weint, lässt sich schwerer füttern.
Manchmal will dein Baby für einige Tage deutlich öfter trinken als sonst, auch nachts. Solche Häufungsphasen halten meist zwei, drei Tage an, selten länger als eine Woche. Feste Termine dafür gibt es nicht, auch wenn Kalender für „Wachstumsschübe“ anderes versprechen. Beim Stillen passt sich die Milchmenge durch das häufige Anlegen von selbst an.
Mit dem Alter verschiebt sich das Bild. Ab etwa einem halben Jahr schaffen viele gut gedeihende Babys längere Nachtpausen ohne Mahlzeit. Viele trinken trotzdem noch nachts, und auch das ist normal. Mit etwa zehn Monaten steckt hinter nächtlichem Aufwachen meist kein Hunger mehr. Ist Hunger unwahrscheinlich, rät die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, nachts nicht zum Trinken oder Essen zu animieren. Dann helfen eher deine Stimme, deine Hand und eure vertrauten Rituale.
Übermüdet und überreizt
Viele Eltern hoffen, dass ein richtig müdes Baby umso besser schläft. Meist kommt es anders: Neben körperlichen Gründen stecken hinter unruhigen Nächten häufig Abläufe, die noch nicht gut passen – etwa ein Abend, der zu voll oder zu lang war. Ein überreiztes, übermüdetes Kind wehrt sich dann gegen den Schlaf, obwohl ihm die Augen zufallen.
Die ersten Müdigkeitszeichen sind leise: Gähnen, Augenreiben, ein Blick ins Leere, Saugen an den Fingern, plötzliches Klammern. Werden sie verpasst, folgt oft die laute Phase: Quengeln, Weinen, bei Kleinkindern auch Wutanfälle oder ein letzter Energieschub, als wäre von Müdigkeit keine Spur.
So beugst du vor: Leg dein Baby hin, sobald die ersten Zeichen kommen, nicht erst, wenn es schon weint. Fällt ein Nickerchen aus, schieb die Schlafenszeit am Abend lieber etwas nach vorn als nach hinten. Liegt dein Kind dagegen regelmäßig mehr als 30 Minuten wach im Bett, bevor es einschläft, war es vielleicht noch nicht müde genug – üblich sind bis ca. 20 Minuten.
Wie lange Babys meist am Stück wach sein können, zeigen die folgenden Richtwerte. Um 2 Monate sind es ca. 1–1½ Stunden, um 9 Monate ca. 2½–3½ Stunden. Die Werte sind keine Pflicht: Manche Kinder brauchen früher wieder Schlaf, andere halten länger durch. Schau zuerst auf dein Kind und dann auf die Uhr.
Wachzeit am Stück: Richtwerte
- Neugeborene
- ca. 35–75 Min.
- Um 6 Monate
- ca. 2–3 Std.
- Um 12 Monate
- ca. 3–4 Std.
- Um 18–24 Monate
- ca. 4–6 Std.
Bauchweh, Luft, Spucken
Weint ein junges Baby abends untröstlich, zieht die Beinchen an und pupst dabei, denken viele Eltern sofort an Bauchweh. Fachleute sind da vorsichtiger: Nur etwa 5 Prozent der Babys, die sehr viel schreien, haben tatsächlich ein Problem mit Magen oder Darm. Und Luft, die durch einen gesunden Darm wandert, tut in aller Regel nicht weh.
Dazu kommt, dass Babys in den ersten Wochen im Durchschnitt immer mehr weinen. Um die sechste Lebenswoche erreicht das Weinen seinen Höhepunkt mit etwa 2½ Stunden am Tag, danach wird es weniger. Ab der 16. Woche ist es im Schnitt noch etwa eine Stunde. Besonders viel weinen viele Babys am späten Nachmittag und am Abend. Weint ein ansonsten gesundes Baby über Wochen sehr viel, sprechen Fachleute von exzessivem Schreien, früher oft Dreimonatskoliken genannt. Die genaue Ursache ist unklar. Meist wird es mit drei bis vier Monaten deutlich besser, manchmal dauert es bis zum sechsten Monat. Wo du in dieser Zeit Hilfe bekommst, liest du weiter unten.
Häufig ist auch das Spucken nach dem Trinken. Der Muskelring am unteren Ende der Speiseröhre ist bei Babys noch schwach, deshalb fließt leicht etwas Milch zurück. Meist fängt es in den ersten acht Lebenswochen an und hört bis zum ersten Geburtstag weitgehend auf. Was dann hilft:
Halte dein Baby beim Trinken und danach möglichst lange aufrecht.
Lass es zwischendurch aufstoßen, nicht erst am Ende der Mahlzeit.
Bei Bauchweh-Verdacht: Leg dein Baby, solange es wach ist, bäuchlings über deine Knie und streichle sanft seinen Rücken. Auch Tragen, sanftes Wiegen oder ein warmes Bad beruhigen viele Babys. Das Badewasser nur handwarm, mit Ellenbogen oder Thermometer geprüft, und in der Wanne bleibt dein Baby keine Sekunde allein.
Zum Schlafen kommt es trotzdem flach auf den Rücken – auch mit Reflux oder Schnupfen. Stell das Kopfende nicht höher und leg kein Keilkissen unter.
Tropfen oder pflanzliche Mittel gegen Koliken haben laut britischem Gesundheitsdienst keinen nachgewiesenen Nutzen. Stell die Milchnahrung nicht auf eigene Faust um und streich beim Stillen nicht einfach Lebensmittel, sondern besprich das in der Kinderarztpraxis. Umgehend ärztlichen Rat brauchst du, wenn dein Baby Blut erbricht, im Schwall spuckt (besonders nach jeder Mahlzeit in den ersten zwei Lebensmonaten), nicht gut zunimmt oder vor Unruhe gar nicht mehr aufhört zu weinen. Grünes oder gelb-grünes (galliges) Erbrechen ist bei Babys dagegen ein Notfall: Fahr damit sofort in eine Kinderklinik.
Das viele Weinen der ersten Wochen hat einen Höhepunkt – und danach wird es weniger.
Zahnen: oft verdächtigt
Kaum etwas bekommt so oft die Schuld an schlechten Nächten wie die Zähne. Die meisten Babys bekommen ihren ersten Zahn um den sechsten Monat, manche schon vor dem vierten, andere erst nach dem ersten Geburtstag. Mit zwei bis drei Jahren sind meist alle Milchzähne da.
Wenn ein Zahn durchbricht, kann das Zahnfleisch gerötet und empfindlich sein. Viele Babys sabbern mehr, kauen auf allem herum, haben rote Wangen, reiben sich die Ohren, quengeln und schlafen unruhiger. Die Temperatur kann leicht steigen, bleibt aber unter 38 °C. Fieber, Durchfall oder ein Baby, das richtig krank wirkt, erklärt das Zahnen nicht. Eine große amerikanische Kinderklinik betont außerdem: Zahnen macht manche Babys quengelig, ist aber in der Regel kein Grund für richtiges Weinen.
So kannst du dein Baby unterstützen:
Beißring aus dem Kühlschrank, nie aus dem Gefrierfach, denn gefroren kann er das Zahnfleisch verletzen. Binde ihn nie um den Hals.
Zahnfleisch sanft massieren, mit einem sauberen Finger.
Isst dein Baby schon Beikost, kann ein Stück gekühltes, weiches Obst wie Melone guttun – natürlich nur, wenn du daneben sitzt.
Keine Bernstein- oder Zahnungsketten: Sie bergen Erstickungs- und Strangulationsgefahr.
Betäubende Zahngele nur nach Rücksprache. Dass sie helfen, ist kaum belegt. Gele mit Benzocain sind für Babys nicht empfohlen, und auch Gele mit anderen Betäubungsmitteln wie Lidocain gibst du nur nach Rat aus Praxis oder Apotheke. Für homöopathische Zahnungsmittel fehlt ein Wirksamkeitsnachweis. Schmerzmittel nur nach Rücksprache mit der Kinderarztpraxis oder Apotheke und genau nach Gewicht dosiert.
Weint dein Baby trotz Beißring und Trost lange und untröstlich, hat es Fieber oder kommen weitere Krankheitszeichen dazu, such nach einem anderen Grund. Oft ist es ein beginnender Infekt.
Die Zähne bekommen oft die Schuld. Dabei machen sie eher quengelig als untröstlich.
Krank, wund, zu warm
Weint ein Baby ab etwa drei Monaten plötzlich neu und ungewohnt, ist eine beginnende Krankheit der häufigste körperliche Grund. Geh diese Punkte durch:
Ohrenschmerzen: Eine Mittelohrentzündung kommt oft während oder einige Tage nach einer Erkältung. Typisch sind stechende, pochende Schmerzen, gerade nachts, dazu unruhiger Schlaf, Weinerlichkeit, oft Fieber, manchmal will das Baby nicht trinken. Viele fassen sich immer wieder ans Ohr – das tun allerdings auch zahnende Babys. Vermutest du bei einem Baby unter einem Jahr eine Ohrenentzündung, lass es ärztlich anschauen.
Verstopfte Nase: Beim Trinken an Brust oder Flasche brauchen Babys eine freie Nase. Kochsalz-Nasentropfen, bei Babys unter einem Jahr ein Tropfen pro Nasenloch vor dem Trinken, können helfen. Mehr dazu liest du in unserem Beitrag über nächtlichen Husten.
Fieber: Fühlt sich dein Baby heiß an oder weint es anders als sonst, miss die Temperatur, bei Babys am genauesten im Po. Unter drei Monaten gilt: ab 38,0 °C sofort ärztlich abklären lassen, nachts am besten direkt in einer Kinderklinik, denn in diesem Alter muss gründlich nach einer schweren Infektion gesucht werden. In diesem Alter ist auch eine auffällig niedrige Temperatur unter 36,5 °C ein Warnzeichen.
Wunder Po: Ein wund gescheuerter Windelbereich tut weh und kann dein Baby nachts wecken. Wickle es dann auch nachts, bei gedämpftem Licht und ohne viel Aufhebens.
Zu warm oder zu kalt: Ideal sind ca. 16–18 °C im Schlafzimmer. Fühl im Nacken: warm, aber nicht verschwitzt ist genau richtig.
Ein Haar um Zeh oder Finger: Selten, aber wichtig. Ein einzelnes Haar oder ein Faden kann sich so fest um einen Zeh, einen Finger oder den Penis wickeln, dass er ihn abschnürt. Die Stelle schwillt an, wird rot oder bläulich, oft ist eine feine Rille zu sehen. Das kann sehr wehtun und ist ein Grund, sofort ärztliche Hilfe zu holen.
Eine seltene, aber ernste Ursache solltest du ebenfalls kennen: die Darmeinstülpung, auch Invagination genannt. Dabei schiebt sich ein Stück Darm in den folgenden Abschnitt hinein. Am häufigsten trifft es Babys zwischen fünf und neun Monaten. Typisch sind plötzliche, heftige Schmerzattacken: Dein Baby schreit laut und zieht die Knie zum Bauch, dazwischen wirkt es eine Weile fast normal, dann geht es von vorn los. Dazu können gelb-grünes Erbrechen und Stuhl mit Blut und Schleim kommen. Das ist ein Notfall: Wähle 112 oder fahr sofort in die Kinderklinik, auch wenn noch kein Blut im Stuhl ist.
Klingt das Weinen plötzlich fremd, lohnt ein genauer Blick – vom Ohr bis zum kleinen Zeh.
Trennungsangst in der Nacht
In der zweiten Hälfte des ersten Lebensjahres macht dein Baby eine große Entdeckung: Du existierst auch dann, wenn es dich nicht sieht – und du kannst weggehen. Mit ca. acht Monaten beginnen bei vielen Kindern Trennungsangst und Fremdeln. Am stärksten sind sie meist zwischen zehn und 18 Monaten, bis etwa zum zweiten Geburtstag klingen sie ab. Das ist kein Rückschritt, sondern ein Zeichen, dass eine gute Bindung entstanden ist.
Nachts kann das heißen, dass dein Kind mehrmals aufwacht und ängstlich nach dir ruft, oft nach einem ganz bestimmten Elternteil. Um den neunten Monat wachen ohnehin besonders viele Babys öfter auf: In einer italienischen Studie hatte gut jedes vierte Baby in diesem Alter mehr als zwei Wachphasen pro Nacht. Auch neue Fähigkeiten wie Krabbeln und Hochziehen fallen in diese Zeit und können mit unruhigeren Nächten zusammenhängen. Mehr dazu liest du in unserem Artikel über Schlafregressionen.
Was in dieser Phase trägt:
Kurz und verlässlich trösten. Geh zu deinem Kind, sprich ruhig, leg ihm die Hand auf den Rücken. Oft reicht die Gewissheit, dass du da bist.
Tagsüber üben. Kleine Versteckspiele, bei denen du hinter einem Tuch verschwindest und wieder auftauchst, zeigen deinem Kind: Wer weggeht, kommt wieder.
Abschiede nicht verstecken. Sag freundlich und sachlich, dass du gehst und gleich wiederkommst, statt dich hinauszuschleichen.
Vertraute Abläufe. Ein gleichbleibendes Abendritual gibt Halt, gerade wenn tagsüber viel Neues passiert, etwa die Eingewöhnung in der Kita.
Ein Trostspender für Kleinkinder. Im ersten Lebensjahr bleibt das Bett frei von Kuscheltieren. Danach kann ein kleines Kuscheltier beim Wiedereinschlafen helfen.
Albtraum oder Nachtschreck?
Viele Eltern fragen sich, ob schon ihr Baby schlecht träumen kann. Ehrlich gesagt: Das weiß niemand genau, denn ein Baby kann nicht erzählen, was es erlebt. Ganz ausschließen lässt sich ein schlechter Traum ab dem zweiten Lebenshalbjahr nicht. Seine eigentliche Zeit kommt aber später: Laut der amerikanischen Kinderärztevereinigung (AAP) häufen sich Albträume zwischen etwa drei und zwölf Jahren. Bei einem weinenden Baby liegen Hunger, Müdigkeit, Nähebedürfnis oder Unwohlsein deshalb viel näher.
Bei Kleinkindern kommt etwas dazu, das Eltern oft zutiefst erschreckt: der Nachtschreck, auch Pavor nocturnus genannt. In einer kanadischen Langzeitstudie mit knapp 2.000 Kindern war er mit 1½ Jahren am häufigsten, gut ein Drittel der Kinder hatte in diesem Alter solche Episoden. Andere Quellen sehen den Schwerpunkt zwischen drei und acht Jahren. Bei kleinen Kindern ist der Nachtschreck in aller Regel harmlos und verschwindet von selbst.
Beim Nachtschreck wacht dein Kind nicht wirklich auf. Es schreckt aus dem Tiefschlaf hoch, meist ein bis zwei Stunden nach dem Einschlafen, oft noch bevor du selbst im Bett liegst. Es schreit, wirkt panisch, schlägt vielleicht um sich, schwitzt, hat die Augen offen und scheint dich nicht zu erkennen. Meist ist nach fünf bis 15 Minuten alles vorbei. Dein Kind schläft weiter und weiß am nächsten Morgen von nichts.
Ein Albtraum dagegen weckt dein Kind richtig auf, meist in der zweiten Nachthälfte, oft gegen Morgen. Es weint, sucht deine Nähe und lässt sich trösten. Sobald es sprechen kann, erzählt es dir oft, was es geträumt hat.
Nachtschreck oder Albtraum?
- Nachtschreck
- frühe Nacht
- Albtraum
- 2. Nachthälfte
- Beim Schreck
- nicht wecken
- Beim Albtraum
- trösten
Das hilft
Beim Nachtschreck hilft vor allem Gelassenheit, so schwer sie fällt. Weck dein Kind nicht, denn aus dem Tiefschlaf gerissen ist es verwirrt und oft noch aufgewühlter. Bleib in der Nähe, sprich leise und ruhig und sorg dafür, dass es sich nicht stößt oder aus dem Bett fällt. Festhalten musst du es nur, wenn es sich sonst verletzen könnte. Trösten im üblichen Sinn gelingt nicht, weil dein Kind dich gar nicht wahrnimmt. Das liegt nicht an dir.
Vorbeugend empfehlen Kinderärztinnen und Kinderärzte genug Schlaf, regelmäßige Schlafenszeiten und einen ruhigen Abend mit vertrautem Ritual. Bildschirmmedien empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation für Kinder unter zwei Jahren ohnehin nicht, auch nicht tagsüber. Kommt der Nachtschreck immer zur gleichen Uhrzeit, rät der britische Gesundheitsdienst zu einem Versuch: Weck dein Kind zwei Wochen lang jede Nacht etwa 15 Minuten vor der üblichen Zeit sanft auf. Das kann weiteren Episoden vorbeugen.
Nach einem Albtraum braucht dein Kind genau das, was dein Instinkt dir sagt: dich. Nimm es in den Arm, sag ihm, dass es in Sicherheit ist, und bleib, bis es ruhiger wird. Wenn es möchte, darf es dir vom Traum erzählen. Ein kleines Nachtlicht kann helfen, wenn die Dunkelheit Angst macht.
Sprich in der Kinderarztpraxis darüber, wenn der Nachtschreck sehr häufig kommt, über längere Zeit anhält oder du unsicher bist, ob es wirklich einer ist. Ein kurzes Handyvideo hilft dort bei der Einschätzung. Sieht eine Episode eher wie ein Krampfanfall aus, etwa mit steifem Körper, rhythmischen Zuckungen oder bläulichen Lippen, wähle 112.
Ein Baby, das nachts weint, erzählt dir etwas. Es reicht, wenn du zuhörst.
Schreibaby? Hol dir Hilfe
Manche Babys weinen so viel, dass es Eltern an ihre Grenzen bringt, meist in den ersten drei bis sechs Lebensmonaten und oft am späten Nachmittag und Abend. Fachleute sprechen dann von exzessivem Schreien. Gemeint ist ein Baby, das sich kaum beruhigen lässt und mehr als drei Stunden am Tag schreit – an mehr als drei Tagen pro Woche, über mindestens drei Wochen. Das sagt nichts über dich als Mutter oder Vater. Und du musst da nicht allein durch.
Diese Anlaufstellen helfen dir:
Kinderarztpraxis: Dort wird geklärt, ob eine Krankheit hinter dem Weinen steckt. Außerhalb der Sprechzeiten erreichst du den ärztlichen Bereitschaftsdienst rund um die Uhr und kostenfrei unter 116 117.
Schreiambulanz: Spezialisierte Beratungsstellen für Familien mit Kindern bis drei Jahre, auch bei Schlaf- und Fütterproblemen. Dort arbeiten zum Beispiel Ärztinnen, Psychologen, Hebammen und Physiotherapeutinnen zusammen. Die meisten Angebote sind kostenlos. Adressen bekommst du über die Kinderarztpraxis, Kinderkliniken, Erziehungsberatungsstellen oder das Jugendamt.
Frühe Hilfen: In allen Kommunen gibt es Unterstützung für Familien mit Babys, zum Beispiel durch Familienhebammen. Du erreichst sie über das Jugend- oder Gesundheitsamt.
Elterntelefon: Unter 0800 111 0 550 hört dir jemand zu, kostenlos und anonym, Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr, dienstags und donnerstags sogar bis 19 Uhr.
Hilfreich für jedes Gespräch ist ein Schrei- und Schlaftagebuch. Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin empfiehlt, bei Schlafsorgen etwa drei Wochen lang festzuhalten, wann dein Kind geschlafen hat, wie oft es aufgewacht ist, wann es unruhig war und wann es getrunken oder gegessen hat. Ein Zettel neben dem Bett genügt dafür. Bequemer geht es in einer App wie Moonsleep: Schlaf, Mahlzeiten, Temperatur und Medikamente trägst du dort per Tipp ein, und in einer Notiz hältst du fest, wann dein Baby geweint hat und was geholfen hat. So werden Muster sichtbar, die in müden Nächten untergehen.
Wenn dir alles zu viel wird: Leg dein Baby an einen sicheren Ort, am besten rücklings in sein Bettchen. Geh kurz nach nebenan, öffne ein Fenster, atme tief durch. Sieh zwischendurch immer wieder nach deinem Baby, und hol dir Unterstützung: Ruf jemanden an, dem du vertraust, oder das Elterntelefon. Ein weinendes Baby für einen Moment sicher abzulegen, ist völlig in Ordnung. Schütteln darfst du es nie, auch nicht kurz: Schon wenige Sekunden Kontrollverlust können sein Gehirn schwer und bleibend verletzen. Ist es doch passiert oder befürchtest du, dass jemand dein Baby geschüttelt hat, bring es sofort in die nächste Kinderklinik oder wähle 112. Sprich auch mit allen, die dein Baby betreuen, über diese Gefahr.
Warnzeichen: sofort handeln
Du kennst dein Baby besser als jeder andere Mensch. Hol dir ärztlichen Rat, sobald dir sein Weinen fremd vorkommt oder es ganz anders wirkt als sonst. Einmal zu viel nachgefragt ist besser als einmal zu wenig.
Wähle sofort 112, wenn dein Baby …
schwer oder sehr schnell atmet, bei jedem Ausatmen stöhnt oder die Haut zwischen den Rippen oder unter dem Brustbein einzieht,
Atempausen macht und dabei blau, blass oder schlaff wird,
blasse, bläuliche, graue oder fleckige Haut, Lippen oder Zunge hat,
schlaff oder teilnahmslos ist oder sich kaum wecken lässt,
einen Krampfanfall hat,
einen Ausschlag hat, der beim Draufdrücken nicht verblasst,
heftige, immer wiederkehrende Schmerzattacken hat, bei denen es die Beine anzieht – erst recht mit gelb-grünem Erbrechen oder Blut im Stuhl.
Fahr sofort in eine Kinderklinik – kommst du nicht schnell hin, wähle 112 –, wenn dein Baby …
jünger als drei Monate ist und 38,0 °C oder mehr hat oder unter 36,5 °C liegt,
grün oder gelb-grün (gallig) erbricht,
eine Schwellung in der Leiste oder am Hodensack hat und dabei weint oder Schmerzen zeigt,
einen Zeh, einen Finger oder den Penis hat, der abgeschnürt, geschwollen oder verfärbt ist,
als Kleinkind eine Knopfzelle verschluckt haben könnte.
Hol umgehend ärztlichen Rat – nachts über den Bereitschaftsdienst 116 117 –, wenn dein Baby …
länger als zwei Stunden ohne Pause weint und sich durch nichts beruhigen lässt,
ungewöhnlich schrill oder auffällig schwach weint, bei Berührung aufschreit oder dir sehr verändert vorkommt,
eine vorgewölbte oder eingesunkene Fontanelle hat (die weiche Stelle oben am Kopf),
das Trinken verweigert oder deutlich weniger nasse Windeln hat als sonst – nicht erst abwarten, bis zwölf Stunden lang keine nasse Windel kam,
Blut oder im Schwall erbricht.
Zur Einordnung: Kurze Atempausen unter etwa zehn Sekunden gehören bei Neugeborenen zur normalen, etwas unregelmäßigen Atmung, ebenso vereinzeltes Grunzen beim Pressen. Dauern die Pausen länger, lass das ärztlich anschauen.
Weint dein Baby neu und ungewohnt, lässt sich aber trösten und wirkt ansonsten gesund, reicht es meist, am nächsten Tag in der Kinderarztpraxis anzurufen.
Und wie geht’s dir?
Nächtliches Weinen zehrt, besonders wenn es Wochen dauert. Seid ihr zu zweit, teilt die Nächte auf: Wer Dienst hat, hört hin und geht, die andere Person darf wirklich schlafen, gern mit Ohrstöpseln im Nebenzimmer. Bist du allein, nimm Hilfe an, wenn sie angeboten wird, und bitte ganz konkret darum – zum Beispiel um eine Stunde Spaziergang mit dem Kinderwagen am Nachmittag, in der du schlafen kannst.
Und vergiss nicht: Dass dein Baby nachts weint, ist kein Zeugnis über dich. Es ist ein kleiner Mensch, der noch lernt, mit Hunger, Müdigkeit, Nähe und all den neuen Eindrücken klarzukommen. Du musst nicht jedes Weinen sofort deuten können. Mit jeder Nacht lernst du dein Kind ein bisschen besser kennen – und es dich.
Häufige Fragen
Muss ich mein Baby wecken oder hochnehmen, wenn es im Schlaf weint?
Meistens nicht. Weint oder wimmert dein Baby mit geschlossenen Augen, steckt es oft im leichten Schlaf zwischen zwei Schlafzyklen und findet von selbst zurück in den Schlaf. Gib ihm einen Moment und geh hin, wenn das Weinen lauter wird. Auch beim Nachtschreck von Kleinkindern weckst du nicht, sondern bleibst ruhig in der Nähe. Anders bei Neugeborenen: Hier ist Weinen oft Hunger, und solange es sein Geburtsgewicht noch nicht wieder erreicht hat, sollten nachts ohnehin höchstens ca. 4 Stunden zwischen zwei Mahlzeiten liegen. Und wenn dir Atmung oder Hautfarbe merkwürdig vorkommen, weckst du es sofort und holst Hilfe.
Wie lange darf ich warten, bevor ich zu meinem weinenden Baby gehe?
Eine feste Minutenzahl gibt es nicht. Ein kurzer Moment des Hinhörens reicht, um zu merken, ob das Weinen abebbt oder lauter wird. Babys in den ersten Lebensmonaten können sich noch nicht allein aus großer Aufregung beruhigen, deshalb raten Fachleute vom Schreienlassen ab. Bei Neugeborenen ist Hunger der häufigste Grund, und den sitzt man nicht aus. Bei älteren Babys darfst du etwas länger lauschen, weil viele nach kurzem Aufwachen von selbst wieder einschlafen. Wird das Weinen fordernder, geh hin – mit gedämpftem Licht und leiser Stimme.
Hat mein Baby einen Albtraum, wenn es nachts plötzlich aufschreit?
Das lässt sich bei Babys kaum sagen, weil sie nicht erzählen können, was sie träumen. Möglich sind sie wohl ab dem zweiten Lebenshalbjahr, typisch werden sie aber erst ab etwa drei Jahren. Hinter nächtlichem Weinen im ersten Jahr stecken deshalb meist Hunger, Müdigkeit, Nähebedürfnis oder Unwohlsein. Bei Kleinkindern kommt häufig der Nachtschreck dazu: Er tritt in der ersten Nachthälfte auf, das Kind wirkt panisch, erkennt dich nicht und erinnert sich am Morgen an nichts. Nach einem Albtraum dagegen ist dein Kind wach und lässt sich trösten.
Verwöhne ich mein Baby, wenn ich nachts bei jedem Weinen komme?
Nein. Trösten verwöhnt nicht. Babys in den ersten Lebensmonaten brauchen deine Hilfe, um sich zu beruhigen, allein können sie das noch nicht. Du kannst aber in kleinen Schritten trösten: erst deine Stimme, dann deine Hand auf dem Bauch, erst danach das Hochnehmen. Viele Babys finden so zurück in den Schlaf, ohne ganz wach zu werden. Mit der Zeit gelingt es älteren Babys und Kleinkindern immer besser, nach einem kurzen Aufwachen allein wieder einzuschlafen.
Darf ich mein Baby nach dem Trösten mit in mein Bett nehmen?
Zum Stillen oder Trösten darfst du dein Baby zu dir holen. Leg es aber zurück in sein eigenes Bettchen, bevor du selbst einschläfst. Der sicherste Schlafplatz im ersten Jahr ist das eigene Bett in eurem Schlafzimmer: auf dem Rücken, im Schlafsack, ohne Kissen, Decken oder Kuscheltiere, in einer rauchfreien Umgebung. Schlaf mit deinem Baby nie auf dem Sofa oder im Sessel ein. Dort ist das Risiko für einen schlafbezogenen Todesfall bis zu 67-mal höher.
Zahnt mein Baby oder ist es krank?
Zahnen macht manche Babys quengelig: Sie sabbern, kauen auf allem herum und reiben sich die Ohren. Die Temperatur kann leicht steigen, bleibt aber unter 38 °C. Fieber, Durchfall, Trinkverweigerung oder ein Baby, das richtig krank wirkt, erklärt das Zahnen nicht. Dann steckt oft ein Infekt dahinter, etwa eine Mittelohrentzündung, die nachts besonders wehtun kann. Bei einem Baby unter drei Monaten mit 38,0 °C oder mehr gilt immer: sofort ärztlich abklären lassen, nachts am besten direkt in einer Kinderklinik. Bist du sonst unsicher, ruf in der Kinderarztpraxis an, nachts unter 116 117.
Achte darauf
Sofort 112: Atemnot, Stöhnen bei jedem Ausatmen, Atempausen mit Blau- oder Blasswerden, blasse, bläuliche, graue oder fleckige Haut, Lippen oder Zunge, ein schlaffes oder kaum weckbares Baby, ein Krampfanfall, ein Ausschlag, der beim Draufdrücken nicht verblasst, oder heftige, immer wiederkehrende Schmerzattacken mit angezogenen Beinen, erst recht mit gelb-grünem Erbrechen oder Blut im Stuhl.
Sofort in die Kinderklinik (notfalls 112): Fieber ab 38,0 °C oder Untertemperatur unter 36,5 °C bei Babys unter drei Monaten, grünes (galliges) Erbrechen, eine schmerzhafte Schwellung in Leiste oder Hodensack, ein abgeschnürter Zeh, Finger oder Penis, eine verschluckte Knopfzelle.
Umgehend ärztlich abklären – außerhalb der Sprechzeiten über den ärztlichen Bereitschaftsdienst 116 117: untröstliches Weinen über mehr als zwei Stunden, schrilles oder auffällig schwaches Weinen, eine vorgewölbte oder eingesunkene Fontanelle, Trinkverweigerung oder deutlich weniger nasse Windeln, Blut im Erbrochenen oder Erbrechen im Schwall.
Dieser Beitrag ersetzt keine Untersuchung in der Kinderarztpraxis. Wenn dein Bauchgefühl Alarm schlägt, nimm es ernst und frag nach.
Moonsleep bietet Orientierung, keine medizinische Beratung. Grundlage sind Leitlinien und Fachquellen, abgeglichen mit der Moonsleep-Referenzdatenbank.






