Schlaf0–8 Wochen

Schläft mein Neugeborenes zu viel?

Viel Schlaf ist meist normal. So siehst du, ob dein Baby genug trinkt, wann du es weckst und wann du Hilfe holst.

28 Min. Lesezeit

Dein Baby schläft beim Trinken ein, im Arm, im Stubenwagen – und manchmal merkst du erst nach Stunden, dass es sich gar nicht gemeldet hat. Zwischen Erleichterung und leiser Sorge taucht die Frage auf, ob so viel Schlaf noch normal ist. Meistens ist er das. Entscheidend ist weniger, wie lange dein Baby schläft, als ob es zwischendurch genug trinkt – und das kannst du zu Hause an ein paar klaren Zeichen selbst überprüfen.

Auf einen Blick

Schlaf 0–4 Wo.
14–18 Std.
Mahlzeiten
8–12 am Tag
Längste Pause
max. ca. 4 Std.
Nass ab Tag 5
mind. 6/Tag

Viel Schlaf ist die Regel

In den ersten vier Lebenswochen schlafen Neugeborene meist 14 bis 18 Stunden am Tag, im zweiten Lebensmonat 14 bis 17 Stunden. Das ist mehr als die Hälfte des Tages, bei manchen Babys sind es drei Viertel. Eine feste Stundenzahl, ab der Schlaf „zu viel“ wird, gibt es nicht. Die Spannen sind so breit, weil Babys verschieden sind: Es gibt Vielschläfer und Wenigschläfer, und beide können völlig gesund sein. Eine natürliche Grenze setzt allerdings der Hunger: In den ersten Wochen brauchen acht oder mehr Mahlzeiten am Tag ihre Zeit, und ein Baby, das fast rund um die Uhr schläft, kommt kaum darauf.

Dieser Schlaf kommt nicht am Stück. Neugeborene schlafen in Etappen von ca. 30 Minuten bis 3 Stunden, rund um die Uhr verteilt, und wachen alle paar Stunden zum Trinken auf. Einen Unterschied zwischen Tag und Nacht kennen sie noch nicht. Ein deutlicher Schlaf-wach-Rhythmus entwickelt sich meist erst nach dem zweiten Lebensmonat. Bis dahin richtet sich der Schlaf deines Babys vor allem nach einem Takt: dem nächsten Hunger.

Dazu kommt, dass die Wachphasen anfangs sehr kurz sind. In den ersten Tagen schafft ein Baby nur ca. 35 bis 75 Minuten am Stück, mit etwa acht Wochen sind es meist 60 bis 90 Minuten. In diese kurze Zeit muss viel hineinpassen.

Ein Beispiel aus dem Alltag: Dein Baby ist zwei Wochen alt und wacht zum Trinken auf. Das Stillen dauert eine halbe Stunde, danach wickelst du es, es macht ein Bäuerchen, du ziehst ihm einen frischen Body an. Nach einer Dreiviertelstunde gähnt es schon wieder. Wirklich wach und aufmerksam war es in dieser Zeit vielleicht zehn Minuten. So geht es den ganzen Tag, und abends hast du das Gefühl, dein Baby hätte nur geschlafen. Genau so darf es in diesem Alter sein.

Auch der Schlaf selbst ist bei Neugeborenen oft lebhaft. Etwa die Hälfte ihrer Schlafzeit verbringen sie im leichten, aktiven Schlaf: Die Augen bewegen sich unter den Lidern, Hände und Füße zucken, der Mund arbeitet, die Atmung wird zwischendurch schneller. Für dich ist das nützlich zu wissen, denn aus dieser Phase lässt sich dein Baby am leichtesten wecken. Dazu weiter unten mehr.

Es gibt Vielschläfer und Wenigschläfer, und beide können völlig gesund sein.

Fünf Fragen statt Stunden

Ob dein Baby zu viel schläft, zeigt dir nicht die Uhr. Ein Baby, das 18 Stunden schläft, dabei gut trinkt, nass macht und zunimmt, ist einfach ein Vielschläfer. Ein Baby, das nur 15 Stunden schläft, aber kaum trinkt, braucht dagegen deine Aufmerksamkeit. Diese fünf Fragen helfen dir, das auseinanderzuhalten:

  1. Bekommt es genug Mahlzeiten? Der erste Lebenstag ist ein Sonderfall: Nach dem ersten Trinken schlafen viele Babys einige Stunden tief und trinken an diesem Tag insgesamt seltener, oft nur fünf- bis sechsmal. Ab dem zweiten Tag trinken die meisten Babys mindestens achtmal in 24 Stunden, oft zehn- bis zwölfmal. Gestillte Babys trinken im ersten Monat meist alle 1½ bis 3 Stunden, Flaschenkinder meist alle 2 bis 4 Stunden. Im zweiten Monat werden es bei vielen Babys etwas weniger Mahlzeiten, oft sechs bis neun am Tag; viele gestillte Babys trinken aber weiterhin achtmal oder öfter. Weniger Mahlzeiten als bisher sind nur in Ordnung, solange Windeln und Gewichtszunahme stimmen.

  2. Trinkt es wirklich – oder nuckelt es nur? Beim Stillen erkennst du echtes Trinken am Rhythmus: Nach ein paar schnellen Zügen zu Beginn wird das Saugen langsam und gleichmäßig. Der Mund öffnet sich weit, macht eine kleine Pause, schließt sich, und du hörst oder siehst ein Schlucken. Am Ende löst sich dein Baby meist von selbst, seine Fäustchen öffnen sich, es wirkt entspannt. Bei der Flasche siehst du, dass die Milch weniger wird.

  3. Sind die Windeln voll genug? Nasse und volle Windeln sind der verlässlichste Hinweis, den du zu Hause selbst prüfen kannst. Wie viele es an welchem Tag sein sollten, liest du im nächsten Abschnitt.

  4. Nimmt es zu? In den ersten Tagen verlieren fast alle Babys etwas Gewicht, typisch sind bis ca. 7 %, der Tiefpunkt liegt meist zwischen dem zweiten und vierten Tag. Nach einem Kaiserschnitt verlieren Babys oft etwas mehr und nehmen etwas später wieder zu. Hat dein Baby mehr als ca. 7 % verloren, lass in der Kinderarztpraxis oder bei einer Stillberatung eine Mahlzeit anschauen: Liegt es gut an, kommt genug Milch an? Ab ca. 10 % lass ärztlich abklären, ob zugefüttert werden muss – warte bei 8 oder 9 % nicht einfach ab. Meist ist das Geburtsgewicht innerhalb von 10 bis 14 Tagen wieder erreicht. Nimmt dein Baby nach dem fünften Tag weiter ab oder hat es mit etwa zwei Wochen sein Geburtsgewicht noch nicht wieder, lass das ärztlich abklären. Gewogen wird dein Baby unter anderem bei der U2 (3. bis 10. Lebenstag) und der U3 (4. bis 5. Lebenswoche).

  5. Wie ist es, wenn es wach ist? Ein gesundes Neugeborenes ist in seinen Wachphasen kurz, aber richtig wach. Es öffnet die Augen, schaut dich an, reagiert auf deine Stimme, strampelt kräftig und protestiert laut, wenn ihm etwas nicht passt. Es hat Körperspannung und seine gewohnte Hautfarbe.

Kannst du alle fünf Fragen mit Ja beantworten, darf dein Baby so viel schlafen, wie es mag. Mit einer Ausnahme in den ersten Wochen, um die es gleich geht.

Nicht die Stunden im Schlaf zählen, sondern die Minuten, in denen dein Baby wach ist und trinkt.

Was die Windeln verraten

Wie viel dein Baby an der Brust trinkt, kannst du nicht sehen. Ob genug Milch ankommt, zeigen dir trotzdem die Windeln. Als Orientierung für nasse Windeln in 24 Stunden:

  • Tag 1: 1–2 nasse Windeln

  • Tag 2: 2–3

  • Tag 3: 3–4

  • Tag 4: 4–5

  • Ab etwa Tag 5: mindestens 6 schwere nasse Windeln, oft 6–8

Was „schwer“ bedeutet, ist bei modernen Windeln, die Feuchtigkeit gut wegsaugen, gar nicht so leicht zu fühlen. Ein einfacher Vergleich hilft: Gieß 2 bis 4 Esslöffel Wasser (ca. 30–60 ml) in eine frische Windel und heb sie hoch. So ungefähr fühlt sich eine richtig nasse Windel ab dem fünften Tag an.

Der Urin sollte hell sein, fast farblos bis blassgelb. In den ersten Lebenstagen können rötlich-orange Flecken in der Windel auftauchen, das sogenannte Ziegelmehl. Das sind Kristalle aus sehr konzentriertem Urin, und solange die Zahl der nassen Windeln stimmt, sind sie in diesen ersten Tagen normal. Siehst du nach dem vierten, fünften Tag noch Ziegelmehl oder ist der Urin dunkelgelb, braucht dein Baby wahrscheinlich mehr Milch. Ist es sonst munter und hat genug nasse Windeln, biete ihm öfter die Brust oder die Flasche an und sprich das noch am selben Tag in der Kinderarztpraxis an. Hat es zusätzlich wenige nasse Windeln, ist es schläfrig oder trinkt es schwach, hol dir sofort ärztliche Hilfe.

Auch der Stuhl erzählt viel. In den ersten ein bis zwei Tagen kommt das schwarz-grüne, klebrige Kindspech. Um den dritten, vierten Tag wird der Stuhl grünlich-braun und weicher und bis etwa zum fünften Tag senfgelb. Ab etwa dem vierten Tag und in den ersten rund sechs Wochen haben gestillte Babys mindestens zwei, meist drei oder mehr weiche gelbe Stühle am Tag, jeder ungefähr so groß wie eine Zwei-Euro-Münze oder größer. Flaschenkinder haben seltener Stuhl, meist ein- bis viermal am Tag. Bleibt der Stuhl über den fünften Tag hinaus dunkel, ist das ein Hinweis, dass zu wenig Milch ankommt: Biete dann öfter die Brust oder die Flasche an und lass dein Baby noch am selben Tag in der Praxis wiegen. Ab etwa sechs Wochen haben gestillte Babys oft seltener Stuhl, manchmal nur alle paar Tage. Solange dein Baby gut trinkt, genug nasse Windeln hat, zunimmt und der Stuhl weich ist, ist das normal.

Wichtig: Ist der Stuhl hell, grau, weißlich oder lehmfarben, ruf umgehend in der Kinderarztpraxis an. Vergleiche die Farbe mit der Stuhlfarbkarte im Gelben Heft. Ein blasser Stuhl kann auf eine Erkrankung der Gallenwege hinweisen, die früh behandelt werden muss.

Nachts um drei zählt kaum jemand zuverlässig mit. Leg dir einen Zettel an den Wickeltisch oder trag Mahlzeiten und Windeln per Tipp in einer App wie Moonsleep ein. Dann musst du dich morgens nicht mühsam erinnern, sondern kannst nachsehen.

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Wecken oder schlafen lassen?

In den ersten Tagen und Wochen gibt es eine wichtige Ausnahme vom „Lass es schlafen“: Solange dein Baby sein Geburtsgewicht noch nicht wieder erreicht hat und nicht sicher zunimmt, sollten zwischen zwei Mahlzeiten nicht mehr als ca. vier Stunden liegen, tagsüber wie nachts. Meldet sich dein Baby bis dahin nicht, weckst du es sanft und bietest ihm die Brust oder die Flasche an. Das gilt für gestillte Babys genauso wie für Flaschenkinder. Wichtig: Die vier Stunden sind die Obergrenze für eine einzelne längere Pause, etwa einmal in der Nacht, nicht der übliche Abstand. Damit dein Baby auf mindestens acht Mahlzeiten kommt, trinkt es im Schnitt spätestens etwa alle drei Stunden, Stillkinder oft alle zwei bis drei.

Den Abstand misst man üblicherweise vom Beginn der einen Mahlzeit bis zum Beginn der nächsten. Hat dein Baby um 22 Uhr angefangen zu trinken, ist spätestens gegen 2 Uhr die nächste Mahlzeit dran.

Warum diese Grenze so wichtig ist: In den ersten Wochen spielt sich die Milchbildung ein, und sie richtet sich danach, wie oft getrunken wird. Und ein Baby, das zu wenig bekommt, wird oft nicht lauter, sondern leiser: Es spart Energie, schläft mehr und meldet sich noch seltener. Aus einem „pflegeleichten“ Baby kann so unbemerkt ein Baby werden, das zu wenig trinkt.

Besonders schläfrig sind Babys nach einer anstrengenden Geburt, wenn du unter der Geburt Schmerzmittel bekommen hast, bei Gelbsucht oder wenn sie zu früh kamen. Und schläfrige Babys schreien oft nicht nach Milch. Achte deshalb auf die leisen Hungerzeichen, gern auch schon im leichten Schlaf: Lippenlecken, Suchbewegungen mit dem Mund, Hände zum Mund. Weinen ist ein spätes Hungerzeichen. Schläft dein Baby in deiner Nähe, bekommst du diese Signale leichter mit.

Wann du nachts nicht mehr wecken musst: Hat dein Baby sein Geburtsgewicht wieder erreicht und nimmt es gut zu, darfst du es nachts schlafen lassen, auch wenn es einmal länger durchhält. Bei vielen Babys ist das nach etwa zwei Wochen so. Sicher weißt du es erst, wenn dein Baby etwa ab dem zehnten bis 14. Lebenstag gewogen wurde. Die U2 liegt oft noch davor; frag deshalb in der Kinderarztpraxis nach einem Wiegetermin, falls die U3 noch weit weg ist. Falls eine Hebamme zu euch nach Hause kommt, kann sie dein Baby auch dort wiegen.

Auch danach behältst du die Gesamtzahl im Blick. Wichtig ist, dass dein Baby über 24 Stunden gesehen genug trinkt. Werden es insgesamt deutlich weniger Mahlzeiten und nasse Windeln als bisher, sprich das in der Praxis an.

Schläfrige Babys schreien oft nicht nach Milch. Sie zeigen ihren Hunger leise.

Gelbsucht und Müdigkeit

Viele Neugeborene werden in den ersten Tagen etwas gelb. Ihre Leber braucht ein paar Tage, bis sie den gelben Farbstoff Bilirubin zuverlässig abbauen kann. Die Gelbfärbung zeigt sich meist zwischen dem zweiten und vierten Lebenstag, erreicht meist zwischen dem dritten und fünften Tag ihren Höhepunkt, bei Frühchen oft noch später, und ist nach etwa zwei Wochen in der Regel verschwunden. Viele Familien sind dann schon zu Hause: Schau dir die Haut deines Babys an diesen Tagen deshalb täglich bei Tageslicht an. Bei gestillten Babys hält ein leichter Gelbton manchmal länger an. In den allermeisten Fällen ist das alles harmlos. Eines solltest du aber wissen: Gelbsucht kann Babys schläfrig und trinkfaul machen.

Daraus kann ein Kreislauf werden. Trinkt dein Baby wenig, wird die Gelbsucht eher stärker, und ein stärker gelbes Baby wird noch müder. Deshalb gehört zu einer Gelbsucht vor allem eines: häufiges Trinken, 8- bis 12-mal in 24 Stunden. Ist dein Baby zu schläfrig, um sich selbst zu melden, weckst du es: Damit es auf mindestens acht Mahlzeiten kommt, heißt das etwa alle drei Stunden, gerechnet vom Beginn der letzten Mahlzeit. Hat dir die Klinik oder die Kinderarztpraxis einen anderen Takt genannt, halte dich an diesen.

So prüfst du die Hautfarbe: Schau dir dein Baby bei Tageslicht an, nicht unter warmem Lampenlicht. Drück mit einem Finger kurz und sanft auf Stirn oder Nase und lass wieder los. Wirkt die Stelle einen Moment lang gelblich statt einfach heller, ist das ein Hinweis auf Gelbsucht. Schau dir auch das Weiße der Augen an und den Mund, etwa unter der Zunge oder an der Innenseite der Wangen. Gerade bei dunkler Haut ist die Gelbfärbung dort oft leichter zu erkennen als auf der Haut. Die Gelbfärbung beginnt meist im Gesicht und wandert mit steigendem Wert über Brust und Bauch zu Armen und Beinen.

Bring dein Baby sofort in die Notaufnahme einer Kinderklinik, wenn

  • es schon in den ersten 24 Lebensstunden gelb wird – bist du noch in der Geburtsklinik, sag sofort dem Personal Bescheid,

  • dein gelbes Baby schläfriger ist als sonst, schwer wach zu bekommen ist oder nicht trinken mag.

Lässt sich dein Baby dabei kaum oder gar nicht wecken oder wirkt es schlaff, wähl sofort 112.

Ruf sofort in der Kinderarztpraxis an – außerhalb der Sprechzeiten beim ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117 –, wenn:

  • die Gelbfärbung zunimmt oder Bauch, Arme oder Beine erreicht,

  • der Stuhl hell oder weißlich wird oder dunkler Urin die Windel färbt.

Hält die Gelbfärbung länger als zwei Wochen an, bei Frühchen länger als drei Wochen, lass das zeitnah abklären, auch wenn es deinem Baby sonst gut geht.

Wenn dein Baby früher kam

Kam dein Baby als spätes Frühchen zur Welt (34+0 bis 36+6 Wochen) oder knapp vor dem Termin (37+0 bis 38+6 Wochen), ist es oft schläfriger als ein Baby, das später geboren wurde. Es ist weniger lange wach, ermüdet beim Trinken schneller und tut sich mit Andocken, Saugen und Schlucken schwerer. Manche dieser Babys wirken an der Brust sogar kräftig und bekommen trotzdem weniger Milch, als es aussieht.

Für diese Babys gilt die Vier-Stunden-Grenze ganz besonders: Zeigt dein Baby vier Stunden nach Beginn der letzten Mahlzeit keine Hungerzeichen, weckst du es spätestens dann. Meist ist es schon früher dran, denn das Ziel sind 8 bis 12 Mahlzeiten in 24 Stunden. Treffen mehrere Punkte zu, etwa Frühchen und Gelbsucht, gilt immer der kürzere Abstand. Diese Babys kühlen außerdem schnell aus und werden dadurch noch schläfriger: Halte dein Baby warm, gern im Hautkontakt, solange du wach bist. Gelbsucht kommt bei Babys, die zu früh oder knapp vor dem Termin geboren wurden, häufiger vor. Frühchen haben außerdem ein höheres Risiko für den plötzlichen Kindstod, deshalb sind die Regeln für sicheren Schlaf für sie besonders wichtig.

Hat dir die Klinik bei der Entlassung einen Plan mitgegeben, wie oft und wie viel dein Baby trinken soll, halte dich daran, bis deine Kinderärztin oder dein Kinderarzt etwas anderes sagt. Für Babys, die vor 34+0 Wochen geboren wurden oder auf der Neugeborenen-Station lagen, gilt ohnehin der Plan der Klinik. Späte Frühchen und Babys, die knapp vor dem Termin kamen, sollten in der Regel schon ein bis zwei Tage nach der Entlassung wieder gewogen und beim Trinken angeschaut werden, danach regelmäßig, bis sie sicher zunehmen. Und wundere dich nicht, wenn dein Frühchen länger ein Vielschläfer bleibt. Beim Schlaf zählt bis etwa zum zweiten Geburtstag das korrigierte Alter, also das Alter ab dem errechneten Geburtstermin. Ein Baby, das sechs Wochen zu früh kam, schläft mit acht Wochen oft eher wie ein zwei Wochen altes Baby.

Du störst dein Baby nicht, wenn du es weckst. Du holst ihm, was es sich noch nicht selbst holt.

Sanft wecken

Ein Neugeborenes aus dem Tiefschlaf zu holen, ist manchmal gar nicht so leicht. Mit dem richtigen Moment und etwas Geduld klappt es aber meist, ohne dass dein Baby erschrickt. Nicht jeder Schritt ist jedes Mal nötig. Manchmal reichen schon zwei oder drei.

  1. Den leichten Schlaf abpassen. Aus dem aktiven Schlaf wacht dein Baby am leichtesten auf. Du erkennst ihn an Augenbewegungen unter den Lidern, zuckenden Händen oder Füßen, Schmatzen und kleinen Geräuschen. Liegt es ganz entspannt und gleichmäßig atmend da, warte, wenn es die Zeit erlaubt, ein paar Minuten.

  2. Licht dämpfen statt anknipsen. In grellem Licht kneifen Babys die Augen eher zu. Gedämpftes Licht macht es deinem Baby leichter, sie zu öffnen.

  3. Auspacken. Öffne den Schlafsack, zieh eine Schicht aus oder zieh dein Baby bis auf Body oder Windel aus. Die Veränderung auf der Haut weckt viele Babys sanft. Zieh es aber nur kurz aus und halte es danach warm: Kleine Babys kühlen schnell aus, und ein ausgekühltes Baby wird noch schläfriger.

  4. Wickeln. Eine frische Windel ist für viele Babys ein zuverlässiger Wecker, und den Windelcheck hast du gleich mit erledigt.

  5. Hautkontakt. Leg dein Baby nur in der Windel auf deine nackte Brust. Du sitzt dabei halb aufrecht, nie flach, sein Gesicht ist zur Seite gedreht, Nase und Mund sind frei und für dich sichtbar, eine Decke liegt über seinem Rücken, nicht über dem Kopf. Die Nähe bringt viele Babys dazu, von selbst nach der Brust zu suchen. Streich ihm dabei sanft über Rücken, Arme, Handflächen und Fußsohlen.

  6. Aufrecht halten und ansprechen. Halte dein Baby aufrecht vor dir, sodass es dich ansehen kann, und sprich leise mit ihm.

  7. Ein Tropfen Milch. Streich ein paar Tropfen Milch von Hand aus und gib sie auf die Lippen deines Babys, oder lass einen Tropfen aus der Flasche auf die Lippen fallen. Oft beginnt es dann zu schmatzen und öffnet den Mund.

  8. Anlegen, wenn der Mund weit aufgeht. Warte, bis dein Baby den Mund weit öffnet, und leg es dann an oder biete die Flasche an. Schieb Brustwarze oder Sauger nicht in einen geschlossenen Mund.

Damit es beim Trinken wach bleibt

  • Brustkompression: Umfasse deine Brust mit der freien Hand weit hinten, ein gutes Stück von der Brustwarze entfernt, den Daumen auf der einen, die Finger auf der anderen Seite. Nuckelt dein Baby nur noch, ohne zu schlucken, drück die Brust sanft zusammen und halte den Druck. Meist beginnt es wieder zu schlucken. Lässt das Schlucken nach, löst du den Druck, setzt die Hand an einer anderen Stelle an und wiederholst es. Es darf nicht wehtun.

  • Seite wechseln: Wird das Saugen schwach, löse das Vakuum mit einem sauberen Finger im Mundwinkel und leg dein Baby an der anderen Brust an. Der frische Milchfluss macht viele Babys wieder munter. Du kannst auch mehrmals hin und her wechseln.

  • Handfläche reiben: Sanftes Reiben in der Handinnenfläche bringt viele Babys dazu, den Mund zu öffnen und weiterzusaugen.

  • Bei der Flasche: Halte dein Baby beim Trinken halb aufrecht im Arm, nicht flach liegend. Dämmert dein Baby weg, helfen dieselben Handgriffe wie oben: eine Schicht ausziehen, wickeln, ansprechen. Lehn die Flasche nie irgendwo an, damit es allein weitertrinkt, und lass es nie mit der Flasche im Bett: Ein schläfriges Baby kann sich an der Milch verschlucken.

Schläft dein Baby trotz allem nach wenigen Minuten wieder ein, hast du nichts falsch gemacht. Lass es eine kleine Weile auf deiner Brust ruhen, solange du selbst wach bist, und versuch es dann noch einmal. Trinkt es aber bei zwei Mahlzeiten hintereinander kaum etwas, obwohl du es geweckt und Plan B versucht hast, oder trinkt es insgesamt deutlich weniger als sonst, ruf gleich in der Kinderarztpraxis an, außerhalb der Sprechzeiten unter 116 117. Lässt es sich gar nicht richtig wecken, wähl 112.

Und ganz gleich, wie müde oder verzweifelt du nachts bist: Schüttle dein Baby nie, auch nicht kurz, um es wach zu bekommen. Schon kurzes Schütteln kann lebensgefährliche Hirnverletzungen verursachen. Merkst du, dass du nicht mehr kannst, leg dein Baby auf den Rücken in sein Bett, geh kurz aus dem Zimmer, atme durch und hol dir Unterstützung.

Schläft dein Baby trotz allem wieder ein, hast du nichts falsch gemacht.

Plan B: zu müde zum Trinken

Manche Babys sind in den ersten Tagen so schläfrig, dass sie an der Brust kaum etwas trinken, obwohl du alles versucht hast. Dann braucht es zweierlei: Dein Baby braucht Milch, und deine Brust braucht das Signal, weiter Milch zu bilden. Beides erreichst du, indem du Milch von Hand ausstreichst. In den ersten Tagen klappt das oft besser als mit einer Pumpe.

  1. Wasch dir die Hände und leg ein sauberes Gefäß bereit, zum Beispiel einen kleinen Becher oder einen Löffel.

  2. Streich deine Brust zur Einstimmung ein paar Mal sanft von außen Richtung Brustwarze aus.

  3. Leg Daumen und Zeigefinger wie ein C an, ein paar Zentimeter hinter der Brustwarze, knapp außerhalb des dunkleren Warzenhofs.

  4. Drück sanft zusammen, lass wieder los und wiederhole das in einem ruhigen Rhythmus. Rutsch dabei nicht über die Haut und drück nicht auf die Brustwarze selbst. Anfangs kommen nur Tropfen, das ist normal.

  5. Lässt der Fluss nach, setz die Finger an einer anderen Stelle rund um die Brust an und wechsle später zur anderen Seite.

  6. Gib die Milch deinem Baby in kleinen Portionen mit dem Löffel oder aus dem kleinen Becher. Halte es dabei aufrecht im Arm, leg den Rand sanft auf seine Unterlippe und kipp nur so weit, dass die Milch die Lippen berührt. Dein Baby schleckt und schlürft sie dann in seinem Tempo. Gieß nichts in den Mund und füttere nur, wenn es wach ist und schluckt.

Solange dein Baby nicht gut an der Brust trinkt, hilft es, 8- bis 12-mal in 24 Stunden Milch zu gewinnen, von Hand oder mit einer Pumpe. Plan B ist aber eine Brücke, keine Dauerlösung. Brauchst du ihn länger als für eine oder zwei Mahlzeiten, hol dir Unterstützung: in der Kinderarztpraxis, bei einer Stillberatung oder, falls du eine hast, bei deiner Hebamme. Bekommt dein Baby die Flasche und trinkt es über mehrere Mahlzeiten deutlich weniger als sonst, lass das ebenfalls ärztlich abklären.

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So hilfst du der inneren Uhr

Viele Eltern erleben die ersten Wochen verkehrt herum: Tagsüber schläft das Baby stundenlang, nachts ist es munter. Das liegt an der inneren Uhr, die noch nicht fertig ist, und gibt sich meist von allein. Du kannst deinem Baby aber helfen, den Unterschied zu lernen:

  • Tagsüber darf es hell und lebendig sein. Lass Tageslicht ins Zimmer, auch während dein Baby schläft, und sprich und sing mit ihm, wenn es wach ist. Gespräche, Geschirrklappern, der Staubsauger nebenan: Normale Alltagsgeräusche darf es tagsüber ruhig mitbekommen.

  • Nachts wird alles leiser. Ein schwaches Licht reicht zum Füttern und Wickeln. Sprich nur leise, heb dir das Spielen für den Tag auf und leg dein Baby nach dem Trinken wieder hin.

  • Nachts nur wickeln, wenn es nötig ist. Eine volle Windel wechselst du natürlich, ein zusätzlicher Wickeltermin weckt aber nur unnötig auf. Ausnahme: Musst du dein Baby zum Trinken wecken, ist das Wickeln genau der richtige Wecker.

Einen festen Zeitplan braucht dein Baby in diesem Alter nicht. Gefüttert wird nach Bedarf, bei Tag und Nacht, und in den ersten Wochen mit der Vier-Stunden-Grenze als Sicherheitsnetz. Nach dem zweiten Lebensmonat entwickelt sich bei den meisten Babys nach und nach ein Rhythmus, der sich oft erst zwischen dem dritten und sechsten Monat festigt. Bis dahin sind unregelmäßige Tage kein Zeichen, dass du etwas falsch machst.

Schläfrig oder krank?

Ein gesundes Neugeborenes kann tief schlafen. Aber es lässt sich wecken. Wenn du es ausziehst, wickelst oder hochnimmst, verzieht es das Gesicht, streckt sich, protestiert, öffnet zumindest kurz die Augen oder sucht nach der Brust. Es trinkt dann einige Minuten aktiv, auch wenn es danach wieder wegdämmert. Und wenn es schreit, dann kräftig.

Ein krankes Baby wirkt anders. Fachleute sprechen von Teilnahmslosigkeit oder Lethargie. Typisch sind diese Zeichen:

  • Es wacht trotz Ausziehen, Wickeln und Ansprechen nicht richtig auf oder schläft sofort wieder ein.

  • Es fühlt sich schlaff an und hat kaum Körperspannung.

  • Es reagiert kaum auf deine Stimme, deine Berührung oder dein Gesicht.

  • Es mag nicht trinken, trinkt nur kurz oder sehr schwach.

  • Es wimmert nur schwach, oder es schreit ungewöhnlich schrill oder ohne Pause.

  • Seine Haut ist blass, grau oder marmoriert, die Lippen sind bläulich oder grau.

  • Es atmet schnell und angestrengt, stöhnt oder grunzt bei jedem Atemzug, die Nasenflügel blähen sich oder die Haut zwischen den Rippen zieht sich ein.

Einzelne Grunzer, Seufzer und kurze Atempausen von 5 bis 10 Sekunden ohne Farbveränderung sind im Schlaf dagegen normal. Willst du die Atmung prüfen, zähl eine volle Minute lang, wie oft sich der Bauch hebt, am besten, während dein Baby ruhig ist. Normal sind bei Neugeborenen ca. 40 bis 60 Atemzüge pro Minute, im Schlaf oft nur 30 bis 40.

Achte auch auf Veränderungen. War dein Baby gestern noch munter und ist heute kaum wach zu bekommen, zählt dieser Unterschied mehr als jede Stundenzahl.

Wenn dir etwas komisch vorkommt, miss die Temperatur. Bei Babys ist die Messung im Po am genauesten: Gib ein wenig Creme auf die Spitze eines digitalen Fieberthermometers, leg dein Baby entspannt auf den Rücken und führ nur die Spitze vorsichtig ein, etwa 1 bis höchstens 2 Zentimeter. Spürst du Widerstand, schieb nicht weiter. Wenn es piept, ziehst du es langsam wieder heraus und reinigst es danach. Miss nicht direkt nach dem Baden und nicht, wenn dein Baby dick eingepackt war. Normal sind ca. 36,5 bis 37,5 °C. Bei Babys unter drei Monaten sind eine Temperatur ab 38,0 °C und eine Temperatur unter 36,5 °C beide ein Grund, sofort ärztliche Hilfe zu holen. Ein zu kaltes Baby kann genauso krank sein wie ein fieberndes: Wärm es sofort im Hautkontakt unter einer Decke, während du anrufst. Gib einem Baby unter drei Monaten kein Fiebermittel, auch kein Zäpfchen, ohne ärztliche Anweisung.

Und vertrau deinem Gefühl. Du kennst dein Baby besser als irgendjemand sonst. Wenn du den Eindruck hast, dass etwas nicht stimmt, ruf lieber einmal zu oft in der Praxis an als einmal zu wenig. Welche Zeichen sofort ärztliche Hilfe oder den Notruf brauchen, findest du ganz unten noch einmal auf einen Blick.

Häufige Fragen

Drei Wochen alt, nachts fünf Stunden am Stück geschlafen: Muss ich wecken?

Das hängt vor allem vom Gewicht ab. Hat dein Baby sein Geburtsgewicht wieder erreicht und nimmt es gut zu, darfst du es nachts schlafen lassen. Fünf Stunden am Stück sind dann ein Geschenk und kein Warnsignal. Achte in den nächsten Tagen darauf, dass es über 24 Stunden gesehen weiter genug trinkt und genug nasse Windeln hat. Weißt du nicht sicher, ob es sein Geburtsgewicht schon wieder erreicht hat, oder nimmt es nur zögerlich zu, weck es lieber nach ca. vier Stunden und lass es bald wiegen, zum Beispiel in der Kinderarztpraxis.

Wie viele Stunden Schlaf sind bei einem Neugeborenen zu viel?

Eine feste Stundenzahl gibt es nicht. In den ersten vier Wochen schlafen Babys meist 14 bis 18 Stunden in 24 Stunden, im zweiten Monat meist 14 bis 17 Stunden, manche etwas mehr oder weniger. Entscheidend ist, ob dein Baby genug trinkt, genug nasse Windeln hat, zunimmt und in seinen Wachphasen munter ist. Bis es sein Geburtsgewicht wieder erreicht hat, weckst du es spätestens nach ca. vier Stunden zum Trinken. Wird ein bisher waches Baby plötzlich sehr schläfrig und trinkt schlecht, ruf sofort in der Kinderarztpraxis an. Lässt es sich kaum wecken, wähl 112.

„Ein schlafendes Baby weckt man nicht“ – stimmt das?

In den ersten Wochen nicht ganz. Solange dein Baby sein Geburtsgewicht noch nicht wieder erreicht hat, ist Wecken zum Trinken manchmal sogar nötig, spätestens nach ca. vier Stunden. Schaden tut ihm das nicht. Am leichtesten geht es aus dem leichten, aktiven Schlaf, den du an Augenbewegungen unter den Lidern, Zucken und Schmatzen erkennst. Ausziehen, Wickeln, Hautkontakt und ein paar Tropfen Milch auf den Lippen helfen beim Aufwachen. Hat dein Baby sein Geburtsgewicht wieder erreicht und nimmt es gut zu, stimmt der alte Spruch wieder: Nachts darfst du es dann schlafen lassen.

Mein Baby schläft an der Brust nach wenigen Minuten ein. Hat es genug getrunken?

Das lässt sich an einer einzelnen Mahlzeit schwer sagen. Manche Babys trinken schnell und effektiv. Hast du deutliches Schlucken gehört, wirkt dein Baby danach entspannt und hat es genug volle Windeln, ist meist alles in Ordnung. Schläft es ein, bevor es richtig geschluckt hat, helfen Brustkompression, ein Seitenwechsel und sanftes Reiben der Handinnenfläche. Achte über den ganzen Tag auf die Zahl der Mahlzeiten und Windeln und darauf, dass es zunimmt. Dämmert es regelmäßig nach wenigen Minuten weg und bleiben die Windeln leicht, sprich das in der Kinderarztpraxis oder bei einer Stillberatung an.

Nach den ersten Impfungen schläft mein Baby fast den ganzen Tag. Normal?

Schläfrigkeit gehört zu den sehr häufigen Reaktionen nach der Sechsfachimpfung, die in Deutschland meist ab einem Alter von acht Wochen gegeben wird. Solche Allgemeinreaktionen treten meist innerhalb von ein bis drei Tagen auf und klingen in der Regel rasch wieder ab. Biete deinem Baby in dieser Zeit ruhig öfter die Brust oder die Flasche an. Wichtig: Fieber ab 38,0 °C ist bei einem Baby unter drei Monaten auch nach einer Impfung ein Grund, sofort ärztlichen Rat einzuholen. Lässt sich dein Baby kaum wecken oder wirkt es schlaff, wähl 112. Mag es gar nicht mehr trinken, hol dir sofort ärztliche Hilfe.

Schlafen Frühchen mehr als andere Babys?

Oft ja. Babys, die zu früh oder knapp vor dem Termin geboren wurden, sind häufig schläfriger, ermüden beim Trinken schneller und melden sich seltener. Deshalb ist bei ihnen besonders wichtig, dass sie 8- bis 12-mal in 24 Stunden trinken und spätestens geweckt werden, wenn sie vier Stunden nach Beginn der letzten Mahlzeit keine Hungerzeichen zeigen. Die vier Stunden sind die Obergrenze, nicht der übliche Abstand. Für den Schlaf zählt bei Frühchen bis etwa zum zweiten Geburtstag das korrigierte Alter, also das Alter ab dem errechneten Termin. Hat dir die Klinik einen Fütterplan mitgegeben, halte dich daran, bis deine Kinderärztin oder dein Kinderarzt etwas anderes sagt.

Achte darauf

Wähl sofort den Notruf 112, wenn dein Baby:

  • sich nicht oder kaum wecken lässt oder sofort wieder wegdämmert, obwohl du es ausziehst, wickelst und ansprichst,

  • schlaff wirkt oder kaum auf dich reagiert,

  • Atemaussetzer von mehr als 20 Sekunden hat oder eine kürzere Atempause, bei der es blau, grau oder blass wird oder erschlafft, bei jedem Atemzug stöhnt oder grunzt, so angestrengt atmet, dass sich die Haut zwischen den Rippen einzieht, oder in Ruhe dauerhaft mehr als 60 Atemzüge pro Minute macht,

  • bläuliche oder graue Lippen oder eine graue, fahle oder marmorierte Haut hat,

  • schrill oder ungewöhnlich schwach weint, ganz anders als sonst,

  • einen Krampfanfall hat,

  • rote oder violette Flecken hat, die nicht verblassen, wenn du ein Glas daraufdrückst.

Hol dir sofort ärztliche Hilfe – in der Kinderarztpraxis, nachts und am Wochenende über den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117 oder in der Notaufnahme einer Kinderklinik –, wenn:

  • dein Baby jünger als drei Monate ist und im Po gemessen eine Temperatur ab 38,0 °C oder unter 36,5 °C hat,

  • es bei zwei Mahlzeiten hintereinander kaum etwas trinkt, obwohl du es geweckt hast, nicht trinken will oder deutlich schwächer trinkt als sonst,

  • es deutlich weniger nasse Windeln hat als für sein Alter erwartet, ab etwa dem vierten Lebenstag eine Windel länger als ca. 8 Stunden trocken bleibt oder der Urin dunkel ist und es dabei schläfrig wirkt oder schlecht trinkt,

  • es in den ersten 24 Lebensstunden gelb wird oder gelb ist und dabei schläfriger als sonst ist oder schlecht trinkt – dann am besten direkt in die Kinderklinik,

  • die Gelbfärbung zunimmt oder der Stuhl hell, grau oder weißlich ist,

  • du das Gefühl hast, dass etwas nicht stimmt, auch ohne konkretes Zeichen.

Bei einem Neugeborenen ist Nachfragen nie übertrieben.

Moonsleep bietet Orientierung, keine medizinische Beratung. Grundlage sind Leitlinien und Fachquellen, abgeglichen mit der Moonsleep-Referenzdatenbank.